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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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entgegen, und ihre Geschützbedienung ist durch d^e Schufsladen völlig gegen das feind-liche Feuer gedeckt, während in der Angriilsbalterie die Artilleristen den sicheren undgut gezielten Schüssen der Belagerten völlig blosgestellt sind. Die nähere ELffschaffenheitder Faden, die man für die Angrifisseite, nebst einer Anzahl zum Ersatz der beschädigten, •in den Magazinen aufbewahret ist, schon oben imNeunten Kapitel beschrieben worden.

Die Schartön der kasemattirten Mauer sind dergestalt geöffnet, dafs die untere Lagemit io bis ii Grad Elevation schiefsen kann, bei der die Kugel auf 25 Toisen Weite— welches die Entfernung der Brustwehrkrone des Mantels ist — sich beinahe 3° Fufserhebet. Die feindliche Breschbatterie kann daher eben so gut aus diesem als aus demobern Stockwerke mit voller Kraft beschossen werden. Läfst man die Widerlagen derGewölbe m, Fig. r. Tab.XIV, hinten 2 ? Fufs hervorgehen: kann man einen Fufsbodendarauf legen, und Schützen darauf stellen, die man durch Sandsäcke auf der obernMauerfläche deckt. Man bekommt dadurch eine dritte Reihe Schützen, die gemein-schaftlich mit den beiden andern und mit den beiden Geschützlagen auf die im Baubegriffene feindliche Batterie feuern, und ihre Vollendung schlechterdings unmöglichmachen. Noch weniger läfst sich daher annehmen, dafs diese je die erforderliche Ueber-legenheit erlangen £önne, um die Mauer selbst nieder zu schiefsen.

Man darf also wohl mit Zuveriäfsigkeit behaupten, dafs eine solche Festung, mitnur 1200 Mann Besatzung und mit Kriegs- und Mundvorrath gehörig versehen, ein,allen gegen sie vereinigten Kräften überlegenes Widerstandsvermögen besitzen werde.Demungeachtet gehöret sie nach ihrer Gröfse in die dritte Ordnung der Festungen :denn sie ist bios einem Viereck mit Bollwerken, von igo Toisen Seite, gleich zu schäz-zen, das, bei einer fast übermenschlichen Verteidigung, sich höchstens drei Wochen,nach Eröffnung der Laufgräben, halten kann. Bei diesem ist nämlich nicht ein ein-ziger Ort, der nicht jeden Augenblick von Kugeln oder Bomben/getroffen wird, demnicht von allen Seiten zugleich so eingeheizt wird, dafs man weder ruhig essen nochschlafen kann. Da nun der Muth nur in sofern tliätig ist, als die Körperkräfte den An-strengungen genügen: werden auch selbst Helden, bis auf den Tod ermüdet, nichts zuleisten vermögen. Nur von grofsen Städten und starken Besatzungen läfst sich dem-nach etwas erwarten; auf kleine Festungen kann man bei der gangbaren Befestigungsweise durchaus nicht rechnen! Sie kosten demungeachtet viel zu bauen und zu unter-halten; und wenn das hier beschriebene Fort wirklich nicht erobert werden kann, sollteman entweder gar keine oder blos ähnliche bauen, wie grofs auch immer die Baukostenseyn mögen. Ich behaupte aber, dafs ein solches Fort weniger kostet, als ein Viereckmit Bollwerken: bei dreifsig Fufs hohen Mauern von der oberen Fläche des Funda-mentes bis zum Mauerbande. Ein studier Wall hat,,bei 3 Fufs tiefem Fundamente, und mitder Bekleidung der Brustwehr, auf jede laufende Toise 3 Würfeltoisen Mauerwerk, mit

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