„Der Gedanke, von für den .Umfang der Testung durch die Bollwerke verlornem.Terrain, kann nur dann entstehen, wenn matt die äufsere Polygon für den Umrifsnimmt. Allein dies ist sie keinesweges in der W'itklichkeit, sondern sie ist blos zuiaBehuf deri(Zeichnung eingeführt. Viele alte Kriegsbaumeister haben ihre Festungenauf der innern Polygon construiret, welche eigentlich den Umrifs ausmachet. Man.mufs alsdann aber den Inhalt der Bollwerke vielmehr als eine Erweiterung des innernRaumes der Festung ansehen.“
„Weit entfernt auch, für die Vertheidigung verloren zu seyn, wird da*s Terrainzwischen der Courtine und den beiden Flanken einer Fronte sehr nützlich durch dieGrahenscheere eingenommen. Diese deckt die Courtine, nöthiget den Belagerer, durchdas Bollwerk einzudringen; begünstigt bei einem trocknen Graben die Ausfälle, vor-züglich gegen den Uebergang über den Graben. Die hinter ihr versammleten Truppengehn leicht zwischen ihren Profilen und den Bollwerksflauken heraus, und ziehen sichauch sicherer zurück, als wenn diefs durch Poternen geschehen mufs, deren Ausgängevon dem Feinde auf dem Kamme des Gfacis gesehen sind. Bei Wassergräben dientdie Grabenscheere zu Deckung des kleinen Fahrzeuges, vermittelst dessen man in dieAufsenwerke kommt.“
„Abgesehen von dem geraden Feuer, welches die Courtine und Grahenscheere aufden gegenüber liegenden eingehenden Winkel der Contrescarpe machen, wird er vonden Bollwerkslägen mit kreuzenden Schüssen getroffen , und ist in der That der amstärksten vertheidigte Theil der Fronte. Das Ravelin ist demnach nicht bestimmt, derSchwäche dieses eingehenden Winkels abzuhelfen, sondern die Bollwerksflanken zudecken, den Raum vor. den Bollwerken zu bestreichen, und dem Feinde ein starkesWerk entgegen zu setzen, das er vorher erobern mufs, ehe er sich auf dem bedecktenWege vor den Bollwerken festsetzen kann. r
„Die letzteren Überhöhen die .Logementer vor den Ravelinen auf eine sehr vor-theiihafte Weise, beschiefsen sie, und den Uebergang üher den Graben, von der Seiteund im Rücken.“
„Die gröfsten Schwierigkeiten hei Anlegung der Logeingnter auf dem Kamme desGlacis entspringen für den Belagerer aus den Rückenschüssen von den Bollwerks- undRavelinfagen*gegen jene. Durch die Absonderung der Futtermauern wird die Kroneder Brustwehr um etwa acht Toisen einwärts gerückt, und durch die Anlegung eineszweiten bedeckten Weges entfernt sich der Kamm des Glacis von der Bollwerksfageum ungefähr 2 Toisen. Folglich Werden die erwähnten Rückenfeuer um u ToiSen
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verringert, und gehet dadurch genau der mörderischste Theil derselben verloren.“
„Die Raveline, die noch spitzer sind als die Bollwerke, verlieren auch eine grofsereLänge von ihren R.ückenfeuern gegen das Logement auf dem Glacis.“