2
Vortheil derer zu erwarten hat, die sich vertheidigen sollen: und welcher Mittel mansich bedienen mufs, um jene am leichtesten und schnellsten zu besiegen. Hieraus fol-gen die zweckmäfsigs cen Mittel, um die verteidigten Werke möglichst lange zuerhalten. u
8) „Bei der Theorie der Befestigungskunst, wie überhaupt im Kriege, sind zuerstdie natürlichen Vertheidigungsgrundsätze des Menschen zu beachten, und die Hinder-nisse, welche er vernünftiger Weise fdein Angriffe entgegensetzen kann. Die Naturlehrt uns: dafs man stärker ist, wenn man dem Feinde die Stirn bietet, als wenn, manihm die Flanke oder den Rücken blos stellt. Es ist demnach vorteilhaft, den Feindvon der -Seite oder im Röcken anzufälleh; : 'ktttd-°es ist elftem'Haufen Soldaten nach-theilig, umringt zu werden. I&ieräus folgt der Grundsatz-': dafs-,zu einer giften Vertei-digung Flanken und Rücken gesichert Seyn müssen, und dafs man, durch seine Stellungoder Anordnung, den feindlichen Angriff seiner Fronte auf den möglichst kleinstenRaum beschränken mufs; es sey nun/'um ihn zu überflügeln, und ihn schräge in derFlanke, oder vielleicht selbst iiA Rfrcken^u beschiefsdn. Eben' so ftdgf : äuch im Gegen-theil der Grundsatz: um mit mehr Erfolg : äfi#ugreifbn, mufs man suchen die Frontedes Fethdes zu umfäfsSen. Es leuchtet jedem-§ln, dafs ein-Trupp Stärker ist, wenn erzÜsanrmeubleibt und gemeinschaftlich handelt, als wenn jeder-für sich allein ficht. VieleThiere sogar befolgen aus Instinkt die meisten dieser ; Gpurtdsätze.'“
g) „Die Natur lehrt uns an sich selbst: dafs man bei der Verteidigung sichgegen den Angriff durch irgend etwas, einen Baum, Sinne Hecke, einen Gräbenrahd zudecken suchen mufs. Der Angreifer — wenn er Steine 'oder ein Geschofs- gebraucht,— kann den Verteidiger nur an den unbedeckten J Tbeiien seines Körpers treffen.Will er ihn mit der Faust anpacken, und kann sich der andere hinter einem tiefenGraben, Flufs oder in einen festen Het^ retten: ist er hier so lange sicher, bis es demFeinde .gelingt, das Hindernifs zu übersteigen.*
'■ -i P ' i 'S 1 I’ >u
io) „Auf gleiche Weise .verhält sichs mit eipem angegriffen^,^ Tpupp. Alles,
Utas die feindliche.AnnähejrUög, den Anfall selbst, ode;. tjie Verfolgung hindert: alles
was die gegen sie abgescltpssenen Körper aufhält, dienet zpr. Verteidigung . Steile.Gebirge,, grofse -Flüsse,. Wälder,, dg? Mfser, unzugängliche Sümpfe sichern die Landergegen Einfall- Ein Geschütz, ein B.ergraftd, eine Sclvlught, ein Hags, eine. Stadt schüz-' Atp. einen Trupp geggp den Angriff, so. wie Hecken, Graben.und Mauern unsere,Be:Sitzungen gegen wilde. Thiere, und Räuber schüfen.“ * oü .
i i) „Hieraus folgt, dafs es für sich, verteidigende Truppen v'ortheilI\aft ist,natürliche Hindernisse nibht allein hinter und neben..sich, sondern auch vor ihrerFronte zu häben , -ußitSloh gegen dz$ Heindliche Eeuer au iachütsen, um die .Ordnung