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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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der Angreifenden zü trennen, und um ibreh Anmarsch beschwerlicher und langsametzü machen.“

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12) „Eben ,so ist es bei der Vertheidigung vorteilhaft, höher zu stehen als derFeind. Wenn dieser beim Angriff eine steile Höhe erklimmen mufs, kann er wederdie oben stehenden und ihre Bewegungen entdecken, noch auf sie feuern, noch auchbeisammen uncj in Ordnung bleiben. Diese-im .Gegenteil können mit um so grös-serer Leichtigkeit ihren Angreifer selbst angreifen, weil sie in diesem Augenblicke keineGefahr und keinefi Widerstand von ihm zu befürchten haben. Daher, dafs jeder nuneänigermafsen kriegserfahrne Soldat Bei dör Vertheidigung die Höhen zu gewinnen"sucht,“ .

tjDie-Erfahrung bestätiget’diesen Grundsatz eben so wie die vorhergehenden. Sielehret uns: dafs es sehr schwer isl, hohe 1 UBergschlösser anzugreHen, welche die ganzeUmgegend sehen und besch'iefseii können: weil man, wenn man sich ihnen nähern will,zu seiner Deckung viel höhere 1 Erdmassen vor sich aufhäufen inufs, als gegen eine, mitdem Belagerer auf gleichetil' Horizont liegende Befestigung. Hieraus /liefst die Not-wendigkeit des Uebcit-öhems, als eines wesentlichen Hindernisses der feindlichenAnnäherung, von dem sichele Regeln über die Höhen Und die zweckmäfsigen Profileder. Werke ableiten.“ 1 ‘ r ■ '

13) „Alle natürlichen Annäherub’gshindernisse werden durch grofse oder dauerndeAnstrengung besiegt. Obgleich man demnach immer die vorteilhafteste natürlicheLage aussuchen' mufs, wenn man sich zur Vertheidigung anschickt: ist doch ihre Wir- ’kurg auf eine gewisse 'Zeit beschränkt, : über welche -hinaus jedes Hindernifs unnützwird. Marl mufs zudem im Kriege 1 oft Punkte, fbsthalten, du deren' Gunsten die Naturnichts gethän hat. Man mufs tiiöli folglich die fehlenden Hindetnisse durch Arbeit zuverschaffen suchen, 1 indem mari sich gegen den Feind verschanzt.“ -’ ‘ ■ 14) „Die Befestigung, d. h. die Anordnung künstlicher Hindernisse gegen diefeindlichen Unternehmungen darf nie die Vortheile aus den Augen verlieren, Welchedie Natur uns^ selbst zur -Verteidigung darbietet. Sie mufs diese Vorteile aufsuchen»und ist nur in so fern für gut zu achten, als sie mehrere derselben vereiniget.'*

15) „Ist das Deckungsmittel eines Trupps■ durch seinen Umfang der Stärke derletzteren nicht angemessen: kann dieser notwendig sich nicht so gut verteidigen,als wenn beide gegen einander in einem richtigen'Vtrliältnifs stehen 1 . Ei» stärkererTrupp kann »ich än eihenrzu kleinen Raume nicht bewegen; eine geringe AnzahlSoldaten kann einen zu gtofsen Umfang nicht gehörig besetzen! Um sich folglich ineiner Befestigung kräftig zu vtrthercHgen, wird durchaus ein gewisses Gleichgewichtzwischen der Grofse odef der> Menge der Festungswerke,- und der Besatzung erfordert.Zu vigl-und zu wenig isttMer gleich schädlich, soWöhl in Beziehung auf die Trup-

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