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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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13
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50) „Gegen einen alteren Festungsumrifs mit geraden Flanken, sind weniger Tagezu Führung des Angriffs nöthig, nämlich:-

9 Tage zu den vorerwähnten vorläufigen Arbeiten,, bis zur Annäherung an den be-deckten Weg.

6 Tage zu dem Angriff des letztem, der Festsetzung auf dem Glacis, Erbauung derBresclibatterien gegen zwei Bollwerke und ein Ravelin, und der Absteigungin den Graben-

3 Tage zu den Vorbereitungen des Sturmes.

17 Tage die absolute Stärke des Sechseckes,“ 1

5 1) „Aus der Untersuchung^des Ganges der Belagerung 1 ergiebt sieb: dafs die ge-krümmten Flanken und Bollwerksohren die Vertlieidigungsfäliigkeit durchaus um Nichtserhöhen können. Die eigenthümliche Stärke dieses Umrisses ist daher ebenfallsnur 17 Tage: und Vauban, der es einsahe, ging bei den letzten Festungen, die er er-baut, ganz von diesem Umrisse ab. Wenn die einwärts gekrümmten Flanken ander-wärts erweislich vorteilhaft s-eyn können, ist liier nicht der Ort davon zu reden.“ -

52) „Mehrere Ursachen bringen die grofse Verschiedenheit der eigenthümlichen -Stärken oben erwähnter beider Festungsumrisse hervor: J) die dreiCapitalen, auf welchen-der Angriff des neueren Umrisses vorgehet, werden ziemlich nahe, sowohl von dendrei angegriffenen Festungswerken (zwei Ravelinen und dein zwischen ihnen liegendenBollwerke) als von den Facen der Nebenbollwerke und der beiden anstofsenden Raveline r'ja selbst auf 800 Schritt noch von den beiden Flanken der weiter abliegenden Bollwerkebeschossen, welches bei - dein Sechseck unmöglich ist. Der Belagerer wird dadurch zueiner weit gröfseren Entwikkelung seiner Parallelen genöthiget, um durch seine Sehleu-derschüsse alle diese Seitenfeuer zum Schweigen zu bringen. Um mehr gegen die letz-teren gedeckt zu seyn, ist man gezwungen, kleinere Schläge zu machen.. Der Gangdes Angriffes wird dadurch schon in der ersten Periode um 4 Tage verspätet-“

53) Die auf dem Ifcmme des Glacis erbaueten Brescli-Batterieen gegen das Boll-werk werden 2) von den seitwärts liegenden Ravelinen'iin Rücken beschossen^ zu wel-chem Ende der Belagerte Geschütz auf die ausspringenden Winkel des bedecktenWeges gestellt haben wird. Keine Flankendeckungen -werden sie dagegen zu schützenvermögen; und die Möglichkeit des Rückenfeuers wächst, so wie man dem Bollwerkenäher kommt. Diese Bresch. und Contre-Batterieen können daher durchaus- nicht aufdem Kamme des Glacis liegen, sondern sie müssen im bedeckten Wege selbst erbauetwerden, damit das Glacis ihnen als Rückenwefhre dienet: welches viele Unbequemlich-keiten für den Belagerer hat.“

54 ) „Man kann 3) auf dem Kamme des Glacis die Festsetzung nicht leichte ge- xgen den eingehenden Winkel liin verlängern, wo sie zugleich von dem Belagerten!