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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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l4o) „Es ist ganz unrichtig* däfs eine doppelte Zahl RlRosehetbatterien in EindrParallele auch eine doppelte Zeit zu ihrem Bauerfordern (l Th. S. 1 02.) 5 i e werdenalle zugleich ahgefangen, und — wenn sonst der Boden ziemlich gleichförmig ist —auch zu gleicher Zeit vollendet, d.h. in 24, bis höchstens, bei ungünstigen Umständen,in 36 Stunden, wie die Erfahrung älterer und neuerer Zeiten hinreichend lehret. Mankann mehr Menschen bei dem Bau verlieren und mehr Materialien bedürfen: auf dieZeit hat beides durchaus keinen Einflufs.“

14t) «Wenn nach den Behauptungen des Verf. (t Th. S. 108 u, 116) die Dauer derBelagerungen oder derFoTtgang der Angriffsarbeitennichtvoraus berechnet werden kann:ist er auch nicht nothwendig; denn etwas unmögliches kann durchaus nicht für noth-wendig geachtet werden; Dennoch hat Vauban .den Nutzen dieser Berechnung zuVersorgung der Festungen erwiesen: sie aber blos für Kunstverständige entworfen, dieer belehren wollte, nicht aber für Dilettanten, die ihrer nicht bedürfen und sie nichtanzuwenden verstehen. Ingenieure, die unsre Erklärung davon lesen (21 — 24.26 — 33, 45. 46.) werden sogleich einsehen: dafs sie weder künstlicher noch schwieri-ger ist, als die Rechnung, wie viel Tage ein Regiment nöthig hat, um von Paris nachSt. Petersburg zu kommen. Die 4 Veite, und die vorkommenden Hindernisse sind be-kannt, und man darf vorausset/^n, dafs der Mensch durch keinen außerordentlichenZufall unterbrochen wird. So sind bei Berechnung der Belagerungsdauer, die Tangealler Laufgräben, nach dem Belagerungsentwurfe, zu berücksichtigen: die Erd-Arbeitenvon 100 oder 1000 Mann in Einer Nacht, auf 800, 400 oder 8o Schritt von dem be-deckten Wege (29. 30.): die zu jeder besondem Arbeit, dem Batteriebau, den Graben-Absteigungen und Uebergängen erforderliche Zeit, u. s. w. Nichts ist willkührlich beidiesen, allen Praktikern bekannten Voraussetzungen, und bei den daraus hergeleiteten Be-rechnungen! Wir lassen entweder die Ausfälle, die Gegenminen etc. (46.) aus der Rech-nung hinweg, oder wir nehmen sie mit auf, je nachdem es die Umstände heischen.Mit einem Worte: man mufs auf jede Lehre von dem Wahrscheinlichen — wäre sieauch noch so gut durch Erfahrungen begründet'— Verzicht thun , wenn man die Be-rechnung der Belagerungen nach den nächtlichen Arbeiten der Laufgräben für irrigund unzulässig erklären will.“

142) „Wenn auch das Geschütz die stärksten Wälle niederwirft, folgt doch kei-nesweges, das es gleiche Wirkung gegen die Laufgräben hat, und ihren Fortgäng auf-halten kann. Wenn zweitens das kleine Gewehr nicht im Stande ist die Laufgräbenzu ztrstöhren r folgt doch keinesweges, dafs man unter seinem Feuer leichter vorrük-ken kann, als'unter dem des Geschützes. Die Erfahrung lehret vielmehr, dafs jenesungleich gefährlicher in diesem Falle ist, als das des Geschützes. Die Laufgraben er-heben sich nur 3 bis 4 Fufa mit ihrer Brustwehr über den Horizont, und werden des