«len, obgleich ihre Spitze uin 30. bi? 35 Toisen weiter zuiück Hegt. Das Feuer-Her bei-den Raveline O und N kommt nicht in Anschlag, weil die Schleuderschüsse und Bom-ben keine einzige Kanone auf dem Walle übrig lassen. Eben so -wenig dürfen dieTerrainhindernisse berücksichtiget werden: denn es sind blos willkührliche Annahmen,die sich .vielleicht nirgends finden. Eine als Beispiel gegebene Befestigungsart mufsüberall anwendbar seyn: bei der gegenwärtigen ist dies nicht der Fall; auch geben dieflachen Bollwerke eine ungleiche Stärke, welches immer ein Hauptfehler ist,
Ich habe versucht, diesem in Fig. 2 abzuhelfen, und in allen Punkten eine gleicheStärke zu erhalten. Die beiden Bollwerke I und B sind daher auf dem nemlichenHalbmesser von 340 Toisen construiret, und eben so, wie das Bollwerk A, abgeschnit-ten: sie gewähren den wichtigen Vortheil, dafs die Ravelinfagen unter sich einen ein-gehenden Winkel von 100 Graden bilden, und bekanntlich begünstiget der Winkel von90 Graden die Seitenfeuer am meisten. Bei der Befestigungsweise der Schule zu Me-zieres hingegen machen die R.aveline sehr ungleiche Winkel: O und K nemlich von120, 127 Graden, N und O hingegen, oder K und L, blos von 80 Graden./ Dieser isteinbohrend und deshalb bei einer guten Befestigungsart unzulässig. Man mufs inder That erstaunen, in einem für die Ingenieur-Schüler gegebenen Muster so vieleaugenscheinliche Fehler vereint zu finden. Woher diese Ungleichheit der Construc-tionen? Auf welchen Grundsätzen beruhen sie wohl? auf keinen! Dies ist dasWahre davon: wie aus dem ungewissen Hin- und Herschwanken zwischen den man-cherlei Entwürfen zur besten Vertheidigung der Festungen nur zu deutlich hervor-,gehet.
Hoch wichtiger ist die Bemerkung: dafs hier den Schülern nur allein solche Ver-theidigungsmittel gezeiget werden, die selbst der mächtigste Regent nicht auf bringenkann. Hat die Kunst keine anderen Hiilfsmittel, wird sie unnütz: weil kein Volk imStande ist, sie zu gebrauchen. Nach den eigenen Berechnungen der französischen In-genieure enthält Eine Seite der neueren Befestigungsart 6925 Würfeltoisen Mauer-werk, worunter 657 Würfeltoisen gehauene Steine — die Paremens nur zu 3 FufsDicke gerechnet — und 30000 Würfeltoisen Erdbau. Dies giebt für ein Eilfeck 75197Würfeltoisen Mauerwerk, und 33 °ooo Würfeltoisen Erdbau, welche dem Aufwandedes Ganzen beigefüget werden müssen, indem man die Kosten des Mauerwerks aufEiner Fronte um die Hälfte erhöhet, und im vorliegenden Falle die ganze Summedesselben .auf II 4 2 57 Würfeltoisen setzt.
Nach Cormoütaigne’s Berechnungen von Neu-Breisach enthält jede Seite, mitEinschlufs der Bollwerksthürme, 7781 Würfeltoisen Mauerwerk, obgleich die Contregar-den und halben Monde nur halbe Futtermauern haben. Die Ausschachtungen undAufschüttungen aber betragen 36683 Würfeltoisen, oder, umsie dem Mauerwerke gleich