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'ZU widerstehen, well man auf den offenen Wüllen nicht Eine dienstfähige Kanonserhalten konnte. Aile JLafleten wurden zertrümmert, die Soldaten auf ihren Postengetödtet; selbst die -.Bäume auf den Wällen wurden niedergeworfen, ; und alle Magazine,die Spitäler etc. wurden zexstöhret und ^verbrannt. äf )
*) Die neuesten Kriegsereignisse geben so -viele ähnliche Beispiele, 'beweisen -so unbestreitbar Hieaufserordentlidhe Schwäche der Festungen, dafs beinahe ;nnr Fine Stimme für die Einführung derKasematten spricht.
Der so liiiiifige. Gebrauch der Bomben und der Brandkörper aller Art macht es fast ganz unmög-lich, irgend ein Gebäude int Innern belagerter Städte unbeschädigt zu .erhalten. .Man sucht nichtmehr die Festungswerke, sondern die von ihnen umschlossenen Wohnungen 7.11 zoratöhren. Votrdem Augenblicke der Eröffnung der Laufgraben, welche der Belagerer durch einen Hagel voaHanbitzgranaten verkündet, giebt es keine Hube mehr, weder Tür die Besatzung noch für dieEin-wohner. Es ist kein Ort, wo sie nicht Fürchten mul'steu, unter dun Trümmern ihrer Häuser be-graben, oder mit diesen verbrannt zu werden. Es ist demnach bei dein Angriffe nicht mehr dieRede davon, die Laufgräben bis auf den bedeckten Weg zu treiben, oder .Bieschbaiterien gegenden Ilaiiptwall anzülegen: wenn die Bomben alles-zerstöhret haben, wenn keine Magazine, keineSpitäler, keine Kasernen und keine Bürgerhäuser .mehr -vorhanden sind, mttfs mau sieh ergeben.Wenn-man nicht mehr essen und schlat-.ii kann, kinti mau auch nicht leben. Kasematten sindfolglich durchaus unentbehrlich, zu Erhaltung der Menschen, wie zu Vertheidigung der Festun-gen. Wie und wo sollen sie aber erbauet werden?
• Vor allem sind sie in ulen Bollwerksfaft-u notüsvmndig; sie .müssen aber grofs genug und miteiner hinreichenden Anzahl Schiefsscharten dut-'.librocbcn seyn, damit das Feuer des Belagerten devBreschbatterie des Belagerers völlig überleben ist, und sic schnell genug vetr.ictr.cm .tarnt. DasEinzige Mittel, die Testung za retten! Es sind ferner Kasematten in den »Flanken nöitiig, utu dieBatterien des Belagerers auf dem ansspriitgeuden Winkel des Glacis zu zurstöhren, welche dieBoliwerksspitze öffnen könnten. Man könnte jedoch die Flankcnkasematten entbehren, und da-durch eine grofse Erspavnifs -machen, wenn man sich .e.utschlielscn wollte, das Bollwerk ittder Spitze oben mit einer kreisförmigen Kasenistte zu -scli 1 i e f s-c 11, welche mit ei-nem Halbmesser von 25 bis 30 Toisen an die beiden Facen schliefst. {Juten Iaht nun die Spitzebis zur Höhe der zweiten Geschntzlage bestehen (Tab XIX, lig. 3 u. 4), und es wird dem Feindeunmöglich, unter dem so nahen‘Feuer der Kasematte eine -Batterie .-auf dem vorsptingenden Win-kel anzulegen.
Diese Kasematten haben jedoch keinen Nutzen, sobald man nicht die Futtevmanern von demErdwalle absondert, wie ich oben im Ersten Tlt eil o gezeigt habe; man erhält dadurch einezweite Umfassung und einen trefflichen Abschnitt in jedem Bollwerke (S, Tab. III.) der weit übetden Bollvveikstlnirmen von Landau und Neu-Breisach sichet.
FJoch eine vortheilhafiere Anwendung der Kasematten ist: sie als gewölbte Kasernen in dieKehlen dev Bollwerke zu legen, und ihnen 120 Ftils zum Durchmesser des auLeren Umkreises, 60Fufs zu dem des inneren zu geben. Diese Maulte würden bei den gvofseti und stumpfen Boll-werken des neueren Umrisses am angemessensten seyu. Für kleinere Bollwerke würde man auchgeringere Dimensionen wählen müssen. Der Feind würde dann vergebens die Fage eines nichtkasemattiiten Bollwerkes öfFnen. Mehr als vierzig Kanonen, welche den inneren Ruilm des letz-tem bestreichen, würden jede Festsetzung, jede Anlegung einer Batterie gegen den Abschnitt ver-bieten. Man sollte um so mehr dergleichen Kasematten in Landau, anstatt der jetzigen Boll-Werksihiimie erbauen, als in. dieser kleinen Festung alle Gebäude nach wenig lagen zcrsiöhretoder verbrannt scyn müssen. Jene doppelten und dreifachen Umfassungen von Anfsenwerken die-nen zu nichts; sie blcibetj unberührt, und man miifs sich dennoch ergeben. Alle gewöhnlicheAbschnitte iu den Bollwerken werden zugleich mit den Facen von deu Butieiien auf dem Glacis