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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Inden tonnen. Die langen Schenkel der Hornwerke hätten'die Franzosen verhindert,die Laufgräben der Oesterreicher auszufüllen, ihr Geschütz zu vernageln und ihreBatterien zu verbrennen.

Noch weniger Werth haben die abgesondert liegenden Hornwerke, deren Sehen-tel nicht von dem Hauptwalle bestrichen sind, und die der Feind sich wohl hütenwird, bei den Hörnern anzugreifen, da es ihm hier freistehet, sich gegen die Kehlezu wenden. Zwar haben die Erbauer des vor Brest angelegten Forts St. Peter oderMo ntbarey dies durch die kasemattirte Contrescarpe zu hindern geglaubt, deren mitSchiefslöchern versehene Gallerien sich hinter der Kehle, und an dem vorderen Theileder Schenkel bis vor die beiden Spitzen herum ziehen, um den Graben in der Kehlesowohl als auf beiden Seiten zu bestreichen (Tab» XVII. fig. 5-)- Diese Gallerien s ssind nur 4 Fufs breit und 6 Fufs hoch: sie können daher bei der Verteidigung nicht,anders, als durch den Rauch des kleinen Gewehrs unbrauchbar werden.- Ein gleiche»Vorwurf läfst sich den Vertlieidigungsgallefien unter den Flanken und der Courtine,und den vier, über den Graben führenden, engen Caponieren machen, deren Eingän-ge, wie die des ganzen Werkes, durch eine blofse Mauer mit Schiefslöchern u gedecktsind. Wenige Kanonenschüsse sind hinreichend, diese völlig blos stehende Mauerumzuwerferf. Die Zerstöhrüng des Einganges x selbst, und die Eroberung des Forts,wird die unmittelbare Folge seyn: denn auch die Gewölber a, b, c, d unter dem Ca-valier werden von denselben Kugeln getroffen, welche das Thorgebäude zerstöhret ha-ben. Die drohenden Hörner und die Gallerie de» Contrescarpe bleiben unberührt,und tragen nichts zu der von Noizet de St. Paul so hochgerühmten Widerstands-fähigkeit des Forts bei. Obschön nun die Gallerien der Contrescarpe noch den — v.ondem erwähnten Schriftsteller selbst angeführten —Nachtheii haben ,-idafs der Feind sichihrer bemächtiget, und,sie mit Schützen besetzt, um Herr des' Grabens zu Seyn: sindsie von den französischen Ingenieuren dennoch neuerlich häufig angewendet worden,namentlich bei den Vorwerken von Brest und an mehreren andern Orten. * *)

*) Man müf4 überhaupt erstaunen, wie unzwechmäfsig, um nicht zu: sagen ohne alle lieb er l e-gung, noch immer bei dem Kasemattenban verfahren wird , dessen Nutzen und No th Wendigkeitman doch allgemein einzusehen anfangt. Man verschwendet Geld und Arbeit an Ilohlbau, umeine Bestreichung mit dem kleinen Gewehr zu erhalten, deren Wirkling gewöhnlich bhjs in derEinbildung des Baumeisters vorhanden ist. Denn sind wohl einzelne Flintenschüsse, aus den fin.*tern, Kerkern ähnlichen, und mit dickem Rauch angefüllten Gallerien gellran, fiir ein wirklichesVertheidigungsmittel zu achten? Oder verdienen wohl Eine oder Zwei Kanonen deh kostbaren1 Gewölbebau,-wenn der Belagerer die. doppelte .oder dreifache GeschÜM^ahl gegen sie antsteilen.,

*nd so ihr Geschütz ohne grofse Miihe zum Schweigen bringen kann ? Man verliere nie Mon-talembevts Grundsatz aus den Angen, dem Fe In d e a u f’j ed e in Punkte ein entschieden' überlegenes, b Cdecktes Fett er eittgegen üli'setzenj und «leibst der gröfste Aufwand beidem .Bau der Vertheidigungsgewölbe wird hundertfältige Zinsen tragen. Man ^glaube jedoch,mehl« die allerdings etwas kostbaren Kanonenkasematten durch die wohlfeileren bedeckten Mül-