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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Linie, if—lg, an das Meer zu führen; denn das durch eine Bucht abgeschnitteneStück ist weniger wichtig, weil der Feind dennoch picht Meister der Stadt ist, wenner auch hier ^indringen könnte.

Untersuchet man diesen Umrifs mit Aufmerksamkeit, siehet man, dafs er geschicktist, jeder besondern Terrainbeschaffenheit sich anzuschmiegen. Man darf nur Einenoder beide Schenkel der vorspringenden Winkel verkürzen. Je kleiner die letztem sind,um so weniger laufende Ruthen hält der Umkreis, um so wohlfeiler, doch auch um soschwächer ist er. Dies ist daher nur auf den weniger gefährlichen, oder weniger wich-tigen Punkten, wie IJ — 19, anwendbar. Vom sechsten vorspringenden Winkel, bismit dem zwölften, bestehen sie aus einem blofsen Erdwall mit einer Mauer iin Graben,weil auf dieser Seite kein Geschütz zum Angriff jherangebracht werden kann. EbenSo verhält sichs mit der Seite 17—19, wo jedoch die Winkel abgeschnitten sind.

Der ganze Wall ist ein .Zangenwerk, wie die im Ersten Theile Kap. 10 fgg,beschriebenen, und könnte ganz dieselben Verhältnisse haben, wenn man es hier nichtfür überflüssig hielt. Die Wallhöhen und Grabenbreiten sind hier bedeutend verrin-gert,. auch die kasemattirten Flanken bis auf Ein Viertheil herabgesetzt, um an denBaukosten zu sparen, und nur das unbedingt Nothwendige zu thun. Die Vertheidi-gungsmauer für sich allein ist sehr stark, und so, wie auf Tab. XI; zwar ist die Flankekleiner: die Leichtigkeit jedoch, unter dein Schutz der Mauer und des trocknen Gra-bens hinter derselben, über den Feind herzufallen, ist dieselbe. Auch hier mufs erdas Deckwerk (Couvreface) jedes ausspringenden Winkels und die Mauer im innernGraben zerstöhren, die — wenigstens auf den gefährlichem Punkten — gleichfalls ka-semattirt werden kann. Man könnte auch die Flanken verdoppeln, und sie aus zweiGewölben bestehen lassen; allein diese Umfassung ist stark genug, und besonders hier,durch Vorwerke gedeckt, völlig hinreichend.

Wie sollen aber tliese Vorwerke beschaffen seynp Reduten von der gewöhnli-chen Art leisten hier viel zu wenig! Die Bollwerke haben' bisher alle Kunstverstän-dige so ausschlfefsend beschäftiget, dafs die kleinen Forts gänzlich vernachlässiget wor-den sind, Ich habe jedoch eine andere Meinung geheget; Man kennt aus dem.Vor-hergehenden meine Arbeiten in diesem Fache: jetzt soll man in den Stand gesetztwerden, über ihren Nutzen zu urtheilen.

.Die hier angenommene Lage ist bei der üblichen Befestigungsweise'eine derSchwierigsten, denn sie fordert, dafs man zwei, über dreitausend Schritt von einanderentfernte Berge ernnirnmt, welche die Stadt völlig einsehen. Vermittelst meiner run-den Thürme und Forts jedoch sind auch die unregelmäfsigsten Berge eben so leichtzu befestigen als das flache Land, und selbst das Nachtheilige der Lage mufs zumVortheil werden.