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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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132
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ihrer Geschützlage und ihren Schützengängen; hierauf die zwei Stockwerke der kase-mattirten Mauer, welche an die Flanken der Caponiere stöfst, und mit ihnen von glei-cher Höhe ist. Die Höhe des Bären, und der Kehlmauer mit drei Reihen Schiefs-löcher, gehet aus dem Profile hervor. Man bemerket hier zugleich die Brücken zwi-schen den beiden Kehlmauern, und eine dritte Mauer, welche die Oeffnung verschliefst,so dafs kein Theil des inneren Raumes von aufsen entdeckt werden kann. Der be-deckte Durchgang unter dem Hauptwalle erscheinet mit seinen Schufsspalten, so dafsdieses Profil eine vollkommene Darstellung der darauf befindlichen Werke giebt.

Fig. 6 durchschneidet den Grundrifs nach der Linie N O, und zeiget einen Theilder Kehlrnauer der Caponiere im Aufrifs. Man siehet hier den Raum offen, der sievon der inneren Mauer scheidet, die bestimmt ist, die Oeffnung der beiden grofsenKelilmauern zu verschliefsen, da wo sie mit ihren Enden an die Flanken stofsen. Aufdem nun erscheinenden Ersten Gewölbbogen der letztem sind die Schiefsscharten undSchufsspalten der beiden Stockwerke bemerkt. Der Durchgang unter dem Wallefindet sich nach der Länge durchschnitten, und ist vorn mit Schiefslöchern, zu Ver-theidigung des trocknen Grabens zwischen dem Hauptwalle und der kasemattirten Mauer,versehen. Eine gemauerte Traverse auf jenem erscheinet irn Aufrifs, und die kleinekasemattirte Caponiere, zu Vertheidigung der innern mit Schiefslöchern versehenenMauer, im Durchschnitt,

In fig. 7 ist der Durchgang nach der Linie P Q in die Queere durchschnitten.Man siehet hier das Innere der grofsen Caponiere, und der daran stofsenden kasemat-tirten Mauer. Der offne Bogen ist der Eingang in die linke Flanke der Caponiere.Man siehet die beiden Mauern, welche die Kehle verschliefsen, von vom, nebst derOeffnung zwischen ihnen, weil die Mauer, welche die letztere verdecken soll, abgebro.chen erscheinet. Weiterhin findet sich der Eingang zur Rechten Flanke der Capo-niere, die innere Ansicht der grofsen kasemattirten Mauer sowohl, als der anderenMauer die fig. 5 von vorne zu sehen war.

Schenkt man den hier gegebenen Erläuterungen nur einige Aufmerksamkeit, wirdman eine vollständige Uebersicht der Einrichtung und des wechselseitigen Verhältnis-ses aller hier angegebenen Befestigungswerke bekommen. Es wird dadufrch leicht, dieWiderstandsfähigkeit dieser Befestigungsweise zu würdigen. Dafs ein Mantel (cou-vre-face general), den man vorher erobern mufs, ehe man den Hauptwali anrührenkann, ein grofses und schwer zu übersteigendes Hindernifs ist, fällt von selbst in dieAugen. Hat sich aber der Belagerer desselben endlich bemeistert, ist für ihn nochNichts gewonnen. Er mufs die kasemattirte Mauer hinwegräumen, mufs sich auf deraHauptwalle festsetzen, im Feuer der Traversen, die nur durch auf jenem aufgesteilteKanonen zerstöhret werden können. Die Belagerten können wahrend dem auf seine