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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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ihrer Mitte, Herrn HecIalSon, an Ort und'Stelle zu senden, um die Futtermauernnach den in Europa üblichen Verhältnissen aulzuführen. Dieser Ingenieur bauetedemnach, trotz aller Widersprüche, Ein und Eine halbe Seite: nicht nach VaubansVerhältnissen, sondern mit niedrigem und schwächeren Futterrnauern, welche die Ge-bäude der Stadt völlig blosgestellet lassen, jedoch blos die bei unsern Festungenüblichen Böschungen hatten, und folglich besser waren. Die vorigen Rücksichten aufErsparnifs traten jedoch wieder ein: Herr Declarson- ward zurück berufen, und HerrBoutcet bekam Befehl, wieder nach Indien zu gehen, und an seiner Arbeit fortzu-:fahren. Er kam im September 1771 dort an, konnte aber im folgenden Jahre aus Man-gel an Geld und Materialien nur wenig zu Stande bringen. Mittlerweile hörte derneue Seeminister von Boynes, vort denselben Leuten wie sein Vorgänger der Her-zog von Praslin, so viel Nachtheiliges über die in Pondir.hery ausgeführten Ar-beiten, dafs er schon 1771 den Brigadier Fourcroy und den Ingenieur Obersten Le-j.Veu beauftragte: Bourcets Arbeiten zu beurtheilen, und ihm einen andern Entwurfeinzureichen. Sie fafsten demzufolge zwei Schriften ab, vom 15. August und 13. Sep-tember 1771 unterzeichnet, worinn sie bestimmt erklären: „dafs Hm. Bourcets Wälle5 ,sehr schlecht sind, und dafs. man unmöglich eine gute Festung von der Gröfse der„Stadt P,ondichery anlegen kann, ohne einen sehr bedeutenden AufwanJ, und ohne„eine starke Besatzung darinn zu halten.'* M In ihrem beigefügten Entwürfe lassensie. die Stadt, mit ihren alten, zum. Theil eingestürzten VVällen, ohne alle Vertheidi*gung, sich begnügend, einige Bollwerke in der Kehle zu schliefsen: als ob sich indiesen blosgesteilten Werken nach Eroberung der Stadt noch Truppen, ohne Lebens-mittel, halten könnten. Ein solches Hülfsmittel beruhet durchaus auf keinem vernünf-tigen Grunde I

Sie legten dagegen auf die Kokosinsel, südwärts, 1700 Schritt von der Stadt, eineregelmäfsige Festung mit acht Bollwerken, die 50000 Würfeltoisen .Mau.erwerk enthal-ten und 4 Millionen Livres kosten sollte, und zu deren Besatzung sie 4000- Mann ver-langten. Als jedoch dieser Entwurf, dessen Urheber Leveu selbst lange in Pondicherygewesen war,, nach Ostindien geschickt ward, fand man ihn unausführbar, weil dieKokasinsel einen Theil des Jahres unter Wasser stehet. Ein Schreiben des Gouver-neurs Law an den Herrn von Boynes vom 26, Januar 1773 zeigt alle Naclitheiledieses Entwurfes ausführlich.

Hieraus erhellet ein Hauptfehler des Umrisses mit Bollwerken zur Genüge: grofse Baukosten,und eine eben so grofse Schwäche, die in etwas grobem Stadien den Widerstand nur ve*-mittelst eiuer starken Besatzung ZU verlängern erlaubt.

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