r
Eilftes Kapitel,
t/eber die Befeitigiing von Pondichery und ron Pottloui* *uf I«i«
de France.
Pondichery, diese unglückliche Stadt, -verursachte ungeheuren Aufwand hei Aus-führung ihrer Befestigungsentwürfe, immer einer schlechter als der andere, und wardendlich, als keiner Vertheidignng fähig, aufgegeben. Das Genie des Ingenieur Four-croy zeichnete sich hierbei vorzüglich aus; denn dieser hatte sich den verschiedenenauf einander folgenden Kriegsministern geweihet, und war stets der geschätzte Rath-geher eines jeden. Vergebens wurden seine - ' 1 Entwürfe für Pondichery, als unnützund von einem nicht zu erschwingenden Aufwände, aus Indien z’urückgeschickt; ferblieb dennoch das Einzige Orakel, dem die Minister glauben wollten, obgleich sienicht schlechter hätten wählen können. Die genaueren Nachrichten über unsere Be-sitzungen in Ostindien können hier zum unwiderlegbaren Beweise dienen, indem ichden, 1775 an den damaligen Seeminister Herrn v. Sartine, auf seinen Befehl, abgeleg-
4 'I
ten Bericht hier liefere.
Seitdem Frankreich im Frieden von 17 63 wieder zum Besitz von Pondicherygelangt ist, -hat sich das Ministerium stets mit der Befestigung dieser Stadt beschäftiget.Jedoch erst nach fünf verlohrnen Jahren, im September 1768, gab der damalige See-minister, Herzog von Praslin, Befehl, „mit aller möglichen Geschwindigkeit hacheinem beigefügten Plane an den Festungswerken dieser Stadt zu arbeiten.“ Der Gou-verneur Law jedoch und die Regierung von Pondichery gaben einem Entwürfe desIngenieurs der Ostindischen Compagnie, Herrn Bourcet, den Vorzug, weil seineblos an die Erdwälle gelehnten Mauerverkleidungen, anstatt der gewöhnlichen Futter-maudrn welche die Erdmasse halten, eine grofse Ersparnifs in den Baukosten ge-währten.
Während nun mehrere Seiten der Festung auf diese Art gebauet wurden, hörtendie Ingenieure nicht auf, über die grofsen Mängel dieses von Hm, Bourcet befolg-ten Verfahrens zu sprechen, bis der Herzog von Pr aslin sich entschlofs, einen aus
T a