Buch 
Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
Entstehung
Seite
202
JPEG-Download
 

von 4,484516 sich einen Abzug von 1,514517 Livr. machen zu lassen, wie aus der dar-über gedruckten Schrift des Herzogs von Beuvron hervorgehet.

Auf die durch einen Artillerie-Offizier erhabene Keuntnifs von den in Cher-bjourg ausgeführten Bauwerken, und von den dabei begangenen; Fehlern, schrieb ichunterm 10. August 1789 an den Kriegsminister, Grafen "La Thur du Pin:

j,T.) Dafs man meine Kasematten im Fort-Royal zu Cherbourg schlecht nach-„geahmet habe, und dafs daher dieses Fort nur io Kanonenschüsse gegen den von„ihm am stärksten vertlieidigten Punkt geben könne, anstatt es nach meinen Entwür-fen 92 gegeben hätte.“

„2.) Dafs die Schiefsscharten in den kasemattirten Batterien des Forts nicht nach„der von mir gegebenen Theorie gemacht sind, daher die Kanoniere mehr blosgestel-„let und die Geschütze leichter zertrümmert werden, als auf offnen Geschützständen,„'wodurch die Baukosten solcher Kasematten als fruchtlos erscheinen,“

„3.) Dafs man ohne Noth das Mauerwerk verschwendet und über 12000 Wiirfel-j,toisen angebracht hat, da man nach meinen Entwürfen mit 4000 Würfel-Toisen aus-gereicht haben würde.“

„4.) Endlich, dafs die Veränderungen der von mir erfundenen Richtbaumlaffeten4,nachtheilig wären.“

„Da nun das noch zu erbauende gröfsere Fort von Querqueville dreimal mehr„kosten und weit weniger stark seyn würde, wenn man es nach derselben Art aufführen„wollte, hätte ich schon längst ein Fort für diese Stelle entworfen. Wenn er es da-„her'für gut fände, mir die zur Ausführung bestimmten Entwürfe zu senden, wollte„ich ihm die Fehler derselben zeigen, und die Vortheile, wenn man ein Fort nach„andern Grundsätzen daselbst erbauete.“

Allein, der Herr Graf La Tour du Pin fand nicht für gut, mir jenen Entwurfmittheilen zu lassen, sondern schickte einen Brief an Herrn von Caux, Festungsinge-nieur zu Cherbourg, der sich darauf beschränkte, meinen Bemerkungen in einemBriefe an den Minister zu widersprechen.

Dieser mir unter dem 8- November mitgetheilte Brief ist als ein Aktenstück anzu-sehen, aus welchem der Zustand herVorgebet, worin sich gegenwärtig die B-f-sti-gungskunst bei denen befindet, welche die Arbeiten zu leiten bestimmt sind. Ich achtemicli daher verpflichtet, diesen Brief Punkt für Punkt durchzugdien, und die darinnenenthaltenen Irrthümer zu zeigen.

Obgleich ich aber'mit Herrn vtn Cäüx nicht einerlei Grundsätze befolge, erkenneich darum nichts desto welliger seine Verdienste an. Niemand kaün von seiner Ge-schicklichkeit mehr überzeugt seyn als' ich; seine Beschäftigungen aber habenilin wahrscheinlich gehindert, sich von meinen Entwürfen gehörig zu