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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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'hier von seinem Benehmen gegen Holland, unmittelbar nach. dem. Tode des Kardinal*Mazarin 1661. Alles was vor diesem geschähe ist der Person, des Königes fremd,dienet nur zum Belege der Abhängigkeit von jenem Minister,, in. der er lebte. Einesolche- Abhängigkeit aber giebt schon einen Fingerzeig zur richtigen Beurtheilung desganzen Charakters. Wenn ein König* der sich durch ein einziges Wort frei machenkann, fast bis zum drei und zwanzigsten Jahre in einer ähnlichen Knechtschaft lebt,hat er offenbar keine angeborne Abneigung sich fremdem Willen zu unterwerfen.Conde war jünger als 22 Jahr, da: er gegen den Rath des Marschalls von L’Hopitaldie Schlacht bei Rocroy beschlofs, und mit fester Stimme im Kriegsrath sagtet „er„wolle den Ausgang auf sich nehmen.“-

Die republikanische Parthei, an deren Spitze der Grofspensioriair de Witt stand,.,hatte ein fünf und zwanzig jähriges Bündnifs mit Ludwig. XIV herbeigeführet, undschlug'ihm vor:' „bei dem Tode Philipp IV von Spanien die Spanischen Nieder-lande in drei Thtile zu theilen, wovon Er eine Anzahl fester Plätze zu besserer„Versicherung seiner Grenzen- nehmen sollte, einige andere sollten zu gleichem Behuf„den Holländern überlassen werden, den Ueberrest endlich wollte man, unter der Ga-rantie beider Mächte, zu einer unabhängigen Republik erheben.“ Der König, hattediesen Vorschlag wirklich angenommen, obgleich er durch das Erbrecht der Königinvon' Frankreich, als einer Tochter erster Ehe, Anspruch, auf die. ganzen Niederlandemachen konnte. Sobald er jedoch von dem nahen Bruche, zwischen England und Hol-land: Kunde erhielt, und mit Recht erwarten konnte, dafs die letztere Macht deshalbnachsichtiger seyn werde, brach er die Unterhandlungen ab, und legte dadurch denGrund zu dem Mifstrauen Hollands- gegen alle Unternehmungen Frankreichs, und zudem festen Plane: sich- seiner Vergrößerung aus. allen. Kräften zu widersetzen. Zwarerklärte Frankreich &si wirklichem Ausbruch- der Feindseligkeiten zwischen Hollandund England letzterer Macht den Krieg: allein die den Holländern geleistete Hülfewät so- unbedeutenddafs diese veranläfst wurden, zu glauben, es finde eine geheimeVerbindung Frankreichs mit England statt. Wirklich rückte Lud wi g. XIV nach demTode Philipps- IV von Spanien mit zwei Armeen in Flandern ein, obgleich erdie Generalstaaten durch seinen. Gesandten unmittelbar vorher versichern, lassen:, „er„werde ohne ihr Vorwissen nichts für die Rechte, der Königin, auf die. Spant«„sehen- Niederlande unternehmen.“ Sich auf seine Uebermacht verlassend, batte derKönig es nicht der Mühe werth gehalten seine Ansprüche zu beweisen. Er bedachtenicht, dafs man wohl einige unbewachte Städte erobern, ein- offenes Land dürchziehenkann, dafs man sich aber dadurch noch keineswtges den Besitz, desselben versichert».Der ganze Kriegszug glich eiiijer Lustreisedoch konnte er Deudermonde und Gentnicht in seine Gewalt bekommen, weil die Spanier das Land unter Wasser setzten, und