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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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21
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Diese Truppen kamen spHt'und-in schlechtem Zustande daselbst an. Catrnat tonnte:seinen-Sieg nicht benutzen, und mufste- seine Winterquartiere in Frankreich, nehmen»,welches gieichmäfsig von dcino-Dauphin geschähe.

So konnte mau wegen der Abänderung, des ersten Entwurfs und wegen des Her-umscliickens der iFruppen aus . Flandern nach Deutschland- und aus Deutschland, nachtItalien, überall nur halbe "Vortheiie erlangen* Selbst in Flandern verdankte man sie:raehr der Geschicklichkeit des Generals,, als den zweckmäfsigen. Anstalten des Mi-nisters.

. Ohnerachtet der Niederlage, welche die Flotte im- vergangenen Jahre bei Ia KTo-gut erlitten hatte, waren doch wieder 71 Kriegsschiffe unter dem-Admiral To ur-ville;aus den Hafen von.Brest und Toulon ausgelaufen-, und hatten den gröfsten Theü;der Smyrner Flotte iheils erobert theils zerstöhret. Man berechnete-den Schaden Eng?-lands über 40 Millionen. ; . . .. h- '

Der König war jetzt zwar allen seinen Feinden überlegen, jedoch des Kriegestvöllig überdrüssig, und- liefe es zu' sehr merken, als dafs seine Feinde es nicht- hättenfür Schwäche halten sollen. -Sie. wurden dadurch nur um so hartnäckiger. Sowohl dec'Herzog von-Savoyen als der Kaiser und der König von Spanien wiesen die-ihnen ge-machten vortheifhaften Anerbietungen zurück, denn sie hofften der König werde inKurzem gezwungen seyn auf jede Bedingung, Frieden zu machen. Es blieb ihm, jetztnichts übrig als neue Anstrengungen zu machen, um seine Feinde zum Frieden zu-nöthigen.

Wie im vorhergehenden Feldzuge, suchte Wilhelm von Oranien auch 1694Flandern zu decken und Lüttich zu schützen; er hatte sich zu dem Ende bei MontSt. Andre gelagert. Der Marschal von Luxemburg stand bei Vignamont-, ihm ge-genüber, wo er nicht angegriffen werden konnte! Weil nun der König von-England?endlich einsahe dafs er nichts für Lüttich zu furchten habe, beschlofs- er einen Einfallin das Französische Flandern, um sich irgend eines Hafens zu bemeiStern. Er hatte'nur zwanzig Stunden vom Mont St. Andre bis Pont des pierres an der Schelde,,und gierig am t8. August dahin ab, wie eben die; Französische Armee auf der' andern- Seiteder Maas fouragirte. Der Marschal von Luxemburg hatte dies jedoch- langst vor---sgesfchen, hatte deshalb in seinem Rücken die Wege bessern, über alle Bäche Brük*-ken schlagen lassen chatte überall auf dem Wege nach der Schelde 1 ebensmittel be*Teil zu halten befohlen. Sobald er daher von den vorwärts geschickten Partheie« Nach*-xiclit von dem Abmarsche des Feindes erhielt", lieferet' drei Katfonensohüsse thun,- umalles einzubemferi was aufserhalb des Lagers war;, zugleich gieng auch die Reiterei des-ersten Irellens ab. Ef selbst felgte mit dem Dauphin und der Kavallerie des zwei»-ten Treffens um 4 Uhr Nachmittags; der Uebexrest der Anne© konnte jedoch erst am