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wieder za ergreifen i vrAt er immer gleich begierig einen Krieg Snzufangen, und Krle«den zu begehren. Wie viel Geld und Blut wäre nicht ersparet worden, wenn er 168$wie jetzt erkläret hätte: „er wolle die ihm von Gott verliehene 'Gewalt nicht gebrau-^chen seine Ansprüche durchzusetzen. Er ziehe die Ruhe von Europa allen VortheL„len vor, die ihm durch Stöhrung derselben werden könnten.“ Ein durch die GröfsCseiner~‘Staaten und durch seine starken Heere so mächtiger König ist grofs, wenn erden Gebrauch seiner Ueberlegenheit der allgemeinen Ruhe aufopfert. Ein solches Bestragen hätte in Europa alle ungünstigen Eindrücke von den beiden Kriegen von 1666und 1672 auslöschen müssen. Man hätte die letztem dem jugendlichen Feuer zu ge«schrieben, und hätte den Unterschied des gegenwärtigen Betragens in dem reiferenVerstände und in seiner Gerechtigkeitsliebe gefunden. Das Reich hätte sich währendeines langen Friedens bevölkert und bereichert; angebetet von seinen Unterthanen,von seinen Nachbarn gefürchtet, hätte er in der Folge seinen Enkelsohn ungehindertauf -den Spanischen Thron setzen können.
Der Ryswicker Frieden gewährte nur eine kurze Ruhe; sie ward-bald wieder durchden Tod des Königs von Spanien unterbrochen, der den Herzog von Anjou, Phi«lipp V, zum Erben seiner Krone bestimmt hatte, Ludwig XIV., indem er das Te-stament annahm, ward unvermeidlich in einen Krieg mit dem Kaiser verwickelt, andem bald mehrere andere Mächte Tbeil nahmen. England und Holland suchten an-fangs Idos Zeir zu gewinnen; der König von Frankreich, durch ihre verstellte Ruhegetäuscht, hoffte die Erreichung seiner Absichten von seiner Mäfsigung, während ecsie blos von der Gewalt der Wallen erwarten konnte. In diesem Wahne blieb er inFlandern und Deutschland unthätig, und liefs auch in Italien die dorthin gesandten64 Bataillone und 73 Schwadronen blos vertheidigungsweise gehen. Durch die erhal-tenen gemessenen Befehle eingeengt, konnte der Mar9chal Catinat die Kaiserlichenunter dein Prinzen Eugen nicht hindern sich im platten Lande auszubreiten undbei Carpi über die Etsch zu gehen, deren Länge mehr als 25 Stunden beträgt. Mandarf dem Marschal Catinat letzteres nicht zum Vorwurf machen; die Kriegskunst hatkein Mittel, den Uebergang eines Heers in einer so grofsen Strecke, selbst nicht durcheine überlegene Macht, zu hindern. Feuquieres tadelt ihn, dafs er nicht mehr Trup-pen auf dem rechten Flügel hatte: dann wäre aber sein linker angegriffen worden.Er'setzte sich nun zwischen der Etsch und dem Mincio bei Villa-franca, wo ihn derPrinz Eugen nicht anzugreifen wagte. Das war sehr zweckmäfsig, denn man kannden Ueber gang übereinen Flufs nicht-besser hindern, afs indem manauf des Feindes Seite eine feste Stellung wählt. So lange Catina-t diesebehauptete, durfte der Prinz Eugen nicht über den Mincio gehen: denn Villafrancaist nur drei Stunden von Pescliiera, wo der Mincio aus dem Garda-See kommt, und-Dritter Band. D