auf der Landseile noch eine Erdbrustwehre mit einer Vertheidigungsmauer hinter demWassergraben, durch ein Glacis gedeckt. Der Graben wird v§n den Thürmen, aus denobersten Schiefslöcherri derselben,, bestrichen.
Aus dem Profile Tab. XXV fig 2 gehet hervor, dafs jeder Thurm drei bedeckteGeschützlagen und drei Schützenstände über einander enthält. So auch der Zwischen-gang. Ziehet man die Schufslinien der Scharten mit 25 Graden Seitenrichtung oder50° Oeffnung, wird auf 5C0 Schritt in der See beinahe jeder Punkt aus sechs Schartenbeschossen, welches bei den vier Stockwerken der Thürme 24 Kugeln giebt, die manauf einmal gegen das vorbeist egelnde Schiff absenden kann. Die vier Stockwerke' desZwisclienganges enthalten 96 Kanonen; folglich werden mit Einschlufs der Thürinejedesmal 120 Kugeln zugleich gegen den — 470 Schritt langen — Weg des Schiffesvor der Batterie abueschossen. Man frage nicht, ob ein Schilf sich hier vor Ankerlegen kann? Es darf nicht einmal vorbei zu seegein wagen. Dazu noch die Mörseroben auf der Batterie! Keine Seemacht der Welt wird sich einem solchen Ffeuer aus-setzen ■wollen. Wollte der Feind die Batterie zu Lande angreifen, können wederLaufgräben noch Sappen vor ihr bestehen. Alle Blendwerke werden von der grofsenMenge Stückkugeln mit fortgerissen'.
Man könnte 350 Kanonen auf eine solche Batterie stellen, wenn man alle Schartenbesetzen Wollte, wovon 260 bedeckt wären. Dennoch würde, nach der Ausmessung,die Batterie nicht über 2500 Wiirfeltoisen Mauerwerk enthalten. Kann man solcheVertheidigungsmittel anwenden, mufs man sich keiner andern bedienen.
Vergleicht man diese Katterie mit der berühmten Risban, zu Verteidigungder Dünkirchen Steindämme bestimmt, fällt der Vorteil ganz auf die Seite der er-steren. Der Risban hatte bei 4 « Fufs Wallhöhe dennoch nur eine Geschützlage von56 Kanonen, die oben auf standen und blos durch eine gemauerte Brustwehr mitSchiefsscharten bedeckt waren. So boten diese an Gröfse und Stärke Ungeheuern Wälleweder einige Sicherheit gegen das Musketenfeuer der Mastkörbe, noch irgend eine Zu-flucht für die Besatzung dar; Da war kein Magazin, keine Kasematte, keine Kaserne.Offiziere, Soldaten, Lebensmittel, alles lag in leichten Gebäuden, deren hölzerne Dächerüber die Brustwehren empor' ragten und Von den Bomben leicht ängezündet werdenkonnten.' Das' Fort dürfte tvegen seiner Mauerdicke allerdings die Schiffe- nicht fürch-ten: jedoch auch sein Feuer ward den letztem 1 nicht gefährlich, weil sie es leichtdurch ihre Flintenschüsse* dämpfen konnten. Es gewährte demnach nur geringe Vor-theile, und' dennoch enthielt es gegen 7000' Würfeltoisen Mauerwerk. Da es zugleichaufSand erbauet 1 wrr, der täglich zweimal- ia bis 15 Füfs hoch vom Meere bedeckt ward,kann man leicht glauben, däfs ; ein so fester-ßau' nicht unter einer Million aüfgeführetwerden konnte» Sein Mutzen erscheint einem solchen Aui'wande nicht angemessen. -