Alles was man überhaupt zu Vertheidigung dieses Hafens gegen die Sees.ehe that,war um nichts besser. Rechts und links der .beiden über 1000 Toisen langen Stein-kisten waren fünf andere Forts erbauet -worden: das W eifse Fort, von ohngefähr.1000 Würfeltoisen Mauervverk, auf 12 Kanonen; das Rückfort von derselben Gröfseauf ib Kanonen; an der Spitze der .Dämme waren auf der einen Seite das SchlofsBonne Esperance, auf der andern das grüne Schlofs, hinter diesem aber, west-lich, Chateau' Gaillard. Die letztem drei, nur von Holz .erbauet, konnten 48 Ka-nonen aufnehmen, die aber auf offnen Ständen blos durch die Schartenzeilen gedecktstanden, und deshalb dem Feuer -der .Mastkörbe biosgestellt waren. Diese sechs Forts,mit Einsclilufs des Risban, kosteten gegen drei Millionen, und konnten .dennoch demFeinde nicht mehr als 132 unbedeckte Kanonen entgegensetzen.
Noch zweckloser wird der Aufwand dadurch, dafs — mit Ausnahme der zwei Fortsvorn auf .den Dämmen, die nicht stark und fest genug seyn können, und .die nicht vonHolz sondern von Steinen hätten seyn sollen — die übrigen vier Nichts zu vertheidi-gen haben. Man durfte nicht fürchten, dafs der übe* 1000 Toisen lange Eingang desHafens forciret werden könnte. Der Raum aufserhalb konnte nicht besser vertheidigetwerden, als durch das weit ausgreifende Seitenfeuer .der Dämme selbst. Wegen derleicht zu erhaltenden Bestreichung ihres Fufses sind sie als eine treffliche Schutzwehranzusehen, von der man blos die geringe Höhe -von 12 bis 15 Fufs .über der See ta«dein kann. Es gäbe jedoch Mittel genug, sich nöthigenfalls zu decken, wenn andersSchiffe nahe genug herankommen könnten, was aber überhaupt nur selten, in Dünkir-chen aber gar nicht möglich 'ist.
Man könnte sagen, diese Bauwerke entsprechen mehr der Pracht eines grofsen Kö-nigs als dem wirklichen Bedürfnisse des Hafens, 1
Blos die Forts an der Spitze der Hafendämme sind für nothwendig zu achten.Sie mufs man so stark als möglich zu machen suchen. Eben so verhält sichs mit demEingänge der Rheeden und mit den Austnündungen der Flüsse am Strande. Unterallen Umständen halte ich meine Strandbatterie für ein unübersteigliches Hinder-nifs; jedoch, wie schon gesagt, .mufs man sie der Wichtigkeit des zu vertheidigendenOrtes anpassen. Man läfst ihr zu dem Ende die ursprüngliche Gestalt, und ändertblos die Höhe und Gröfse ab: ,oder man begnüget sich mit einem blofsen Thurme,von .einem .Erdwalle umgeben. Nur mufs man sich hüten, den -VorgesetztenZ weck zu verfehlen, um etwa den Aufwand zu verringern. Bei einem un-wichtigen.Orte bedarf.es gar nichts; hält man es aber .einmal fürnöthig ihn zu vertheidi*gen, mufs es auch rnicht ,an den .Mitteln dazu fehlen. Man sollte dergleichen zur Strand-vertheidigung bestimmte Thürme jnicht ;unter 150 Fufs im Durchmesser machen, undihnen nie weniger als zwei bedeckte Batterien geben. Die, denen die Leitung dieser
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