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Geschäfte übergehen ist, müssen beurtheilen was sich am besten dazu eignet; immeraber ist es räthlich lieber mehr als zu wenig zu tliun. Die ganzen Baukostensind für verl ehren zu achten, wenn man, in der Absicht sie zu ver-mindern, sich um die Vorgesetzte Wirkung bringt.
Nach diesen hier aufgestellten Grundsätzen und Angaben ist man denn auch imStande, die wirklich erbaueten Strandbatterien und Forts nach ihrem wahren Werthezu schätzen.. Wir gehen daher nun 'zu den bedeutenderen Anlagen über, die zyrDeckung und Vertheidigung der Ankerplätze angeordnet werden.
*) In dem Memoire sur la fortif. perpfindic. par plus, Offie. etc. wird zwar gegen diese 1Strandbatterien eingewendet: ,,i) dafs die Schiffe mit ihren- Masten und Takelwerk schon auf„tjoo Schritt dem Geschütz ein hinreichendes Ziel darbicten, daher man nicht abwaricrv dürfe,„bis sie au? 65o Schritt herankommen, 2) Man könne sehr wohl über Bank scbiefsen, wenn die„Batterie auf einer hohen Küste liege wa die Mastk-orbe sie nicht ei’nsehen könnten, und wo -sie„ihr Feuer nach mehreren Seiten richten müsse. 3) Die Thiirme könnten nur wenige Geschütze«gegen die Schiffe richten, welche die Seiten der Batterie angreifen wollten. Die ’ letztem w ür-den besser durch, unter einem Winkel von etwa 30° rückwärts gelegene gerade Linien vertliei-„diget,. deren Länge durch die Geschützmenge bestimmt würde welche ihnen die feindlichen„Schiffe entgegen setzen könnten, 4) Die Schüsse von den Schiffen gegen eine Strandbatterie sind„sehr unsicher, sowohl wegen der immerwährenden Bewegung des Schiffes, als wegen des un-bedeutenden Zielpunktes welchen eine gut gebaueto Batterie darbieLet,. da ihre Brustwehr nur„7 Fufs hoch ist, ja durch Versenkung der Batterie in den Erdboden bis auf j.Fufs erniedriget„werden kann. 5) Man könne nun leicht imheilen, auf welcher Seite der Vortheil bei diesem„Gefechte sey ? Es scheint aufser allem Zweifel, selbst die stärkste Flotte werde eine gut angeleg-te Batterie von 50 bis Go- Vierundzwanzigpfünderi}, durch einige Mörser unterstützt, nicht mit„Hoffnung des Erfolges angreifen können, ü) Gewöhnlich Sey das Meer, da wo cs nahe am Stran-„de hinreichende liefe iiat, so mit Klippen besetzt, dafs die Schiffe nicht nahe genug herankom-„men können Um mit dem Feuer ihrer Mastkörbe den Strandhatterien beschwerlich zu fallen.„Man kann auch in diesem Falle die letzteren- in schicklicher Höhe auf die Felsen selbst le^gn.
' „An einer flachen Küste können die Schiffe sich dem Ufer nicht so weit nähern 11m aus ihren- „Mastkörben in die Batterie zu scbiefsen. Wäre inau ja gezwungen eine Batterie auf einen nicht„genugsam hohen Felsen in das Meer vor zu legen, raufs man allerdings das Geschütz durch hin-„ten offene Gtnvölber decken, die ,inan so niedrig als möglich macht, um sie dem Stückfeuer der„Schiffe weniger auszusetzen; Durch hohe Kasematten von' der vorgeschlagenen Bauart würde„man sich des Vortheiles über die feindlichen Schiffe ganz begeben. Abgesehen von andern, Un-bequemlichkeiten, würden die Schiffskanonen, ohngeacjitet ihrer steten Bewegung, dennoch das„Mauerwerk nicht verfehlen, und die Gewölbe oder die Fufsböden der Gescliützstände zum Ein-„sturz bringen;“ '' '
Dafs der grüfsere Tbeil dieser Einwendungen ungegründet ist, fällt von selbst in die Augen ,obwohl auch anderer Seils der Herr' Marquis die Wirkungen der Scliiffrkanonen ebenfalls zu hochanschlägt. 1813 wurden die Verschanzuu'gen von Fahrwasser bei Danzig Von sehr vielen Ka-nonenbooten und einigen Fregatten-mit okngehvkr 300 Kanonen fast ohne alle Wirkung, be*schossen. Anmerk, d, Uebers.