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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Auch das hiflreme Fort auf der Insel ,A ix war ein gemischtes; seine kreisför.mlgen Theile waren mit 57 Fufs Halbmesser gezogen. Die-Geschwindigkeit des Baues,welche die damaligen Zeitumstande erforderten, läfst.es als Beispiel für ähnliche Fälledienen. Ich hatte .den äufseren Umfang aus einzelnen Balkengerüsten von 5 Fufs äu»feerer und 3 Fufs innerer Breite genommen, und von Ro chefort nach der Insel hin.«über fahren,lassen. Die Gerüste wurden inwendig mit Gufswerk ausgemauert, wo-durch der Bau außerordentlich schnell von statten ging. Da auf diese Weise derinnere Theil des -Forts auf hölzernen Ständern ruhet und nicht mit der äufseren Um-fassung .zusammenhängt , kann die. letztere nach Willkühr hinweg genommen unddurch eine neue, ganz von Mauerwerk, ersetzt werden.

Man kann in einem solchen Fort auch jedes der zwei Stockwerke besonders mitErde beschütten, und dadurch als durch doppelte Gewölbe den feindlichen Bom-ben einen zweifachen Widerstand..entgegen setzen. Eine Vorsicht, die ich jedoch fürüberflüssig halte, da man ja mnhigenfalls die obere Erdbeschüttung verstärken kanruUnterläf6t man zugleich nicht, zwischen letzterer und der Decke unter ihr eine Blei-platte anzubringen, hat man .weder die Bomben noch das Durchsintern d.es Wasserszu befürchten.

Bei dem Fort auf der Insel Aix ward mir zwar die Bleibedeckung nicht zuge*ständen, und das Wasser ist nach da-ngwährendem Regen hindurch gedrungen. DieHerren Ingenieure, die immer ihren allmächtigen Einflufs zu meinem Nachtheil an wand,ten, nahmen daher Gelegenheit bei .erfolgtem Frieden die obere Batterie des Fortsabzutragen, und -es mit Ziegeln zu bedachen. Da sie die gänzliche Vernichtung desForts nicht bewirken konnten, haben sie ihm mit der obern Batterie wenigstens einenTheil seiner Stärke genommen.

Die Ble-iplatte ist zu einem dauerhaften Bau solcher Art unerläfslich um dasDurchsintern zu verhüten; man urtheife von den Kenntnissen eines Vorgesetzten, derdie Aufführung eines Gebäudes verordnet, und die Mittel es zu bedecken verweigert.Ohngeachtct aber dieses Mittel nicht angewendet werden konnte, war das hölzerneFort nach zehen Jahren noch in völlig .gutem Zustande, als ob es eben erst gebauetwäre: zur großen Beschämung derer, die dem. Minister, versichert hatten -es-sey demEinsturz nahe, und müsse abgetragen werden. Das Unwahre dieses Berichtes behaup-tend, bewirkte- idh eine unparteiische Untersuchung, die ganz so ausfiel wie ich er-wartet, und die nachmalige Ausrüstung des Forts zum bevorstehenden Kriege .zurFolge hatte. ; '

So durch die Erfahrung von der Güte meinesVorschlages überzeugt, glaube ichhiermit einen wichtigen Zweck erreichet, und das Gebietder Vertheidgungskunsterweitert zu haben,- indem ich mit Geschwindigkeit der Ausführung die Mittel VerthDritten' Baud. U