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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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106
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rigen Dienste leisten: müssen sie für den Feind unzugänglich seyn. Hieraus folget dieNothwendigkeit, Herr von beiden Ufern zu seyn; man erlangt dadurch zugleich einenanderen äufserst wichtigen Zweck: auf der ganzen Verschanzungslinie gedeckte Aus-gänge zu haben.

Man lege demnach auf dem jenseitigen Ufer meine viereckigen Forts, ohngefähr2700 Schritt (itoo Toisen) auseinander. Ich habe dazu das Tab. XXII, iig. 1 vorge-stellte gewählt, und habe runde Forts mitten zwischen sie geleget, die ebenfalls 2700Schritt von einander entfernt sind, wodurch der Abstand der festen Punkte von einandernur etwa 1:00 Schritt wird. Man stehet Tab XXIX, fig. 8 die Anordnung dieser Verschan-zungslinie, die von Weissenburg bis Lauterburg läuft, wo sie an den Rheinschliefst. Sie umgiebt die beherrschenden Höhen von Weissenburg mit sechs rundenForts, die durch einwärts und auswärts gebrochene Linien Zusammenhängen, so dafssie einzeln nicht eingeschlossen' und nur mit grofser Anstrengung erobert -werdenkönnen. Meine runden Thürme, deren grofses Widerstandsvermögen aufser allemZweifel ist, bilden den Kern davon. Der Umfang dieser Verschanzung beträgt 800Toisen (2000 Schritt), sie ist folglich an innerm Flächeninhalt Strafsburg gleich. Konnteman wohl durch irgend eine and-ere Befestigungsweise in so unregelrnäfsigem Terrain ei-nen ähnlichen Raum einschliefsen? und welch’ einen Kostenaufwand würde eine Um-fassung mit Bollwerken nicht veranlassen.

Die Verbindungslinien laufen theils auf dem diesseitigen (rechten) Ufer des Flus-ses-hin, theils springen sie auf das jenseitige Ufer vor, bis an die dortigen viereckigenForts. Unter dem: Scliutz dieser Forts aufgestauet, bildet der Flufs ein nicht zuüberschreitendes Hindernifs: da er uns itn Gegentheil gar nicht verwehrt, in die feind-lichen Gegenden einzufallen..

Es mag nun die Verschanzungslinie gerade fortlaufen oder Winkel’ machen: dieMethode ist allgemein, und läfst sich dVirch die vorspringenden Winkel jeder Lageanpassen; die eingehenden Winkel hingegen sind unveränderlich, rechte.- Das Feuerder vorliegenden Forts kreuzet sich auf 1400 Schritt: mit den rückwärts liegendenaber kreuzet es sich auf 600 Schriit; wodurch es unmöglich wird, eins für sich alleineinzuschliefsen. Da sie vermittelst der Linien eine gesicherte Verbindung haben, isteine schwache: Besatzung zu ihrer Vertheidigung. hinreichend. 100 Mann in jedem,halb Soldaten und halb Bauern, sind alles was man bedarf. In Friedenszeiten genü-get der vierte. Theil davon;- im Kriege- aber darf man nur 3000 Mann, Infanterie- undDragoner, auf der ganzen Linie bereit halten; und keine Armee wird die Liniert durch-brechen können ohne mehrere vorliegende Forts förmlich zu belagern. Da sie abernicht eingeschlosSfen werden können, läfst sich von ihrer verstärkten und stets erneuer-