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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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ten Besatzung ein dauernder Widerstand erwarten. Man gewinnt daduch Zeit einCorps zu versammkn und hinter den Linien aufzustellen, wodurch die Eroberung derForts völlig unmöglich wird. Auf der ganzen Strecke *) — die 12000 Toisen oder 6französische Meilen beträgt— liegen zehen viereckige und achtzehn runde Forts, dieUmschliefsung der beiden Städte Weissenburg und. Lau t erb urg mit einbegriffen.Jedes zu 100 Mann Besatzung, macht 2300 Mann. Es ist unmöglich, ohne solcheMittel mit so wenig Truppen einen ähnlichen Landstrich zu bewachen.

Mit dem Vo'rtheile, wenig Truppen zu erfordern, verbindet sich der: «iclit kost-bar zu seyn. Abgesehen von dem Aufwande welchen die eigentlichen Linien erfor-dern, der allen gemein ist, können hier blos die besondern Baukosten der Forts inAnschlag kommen. Die 10-viereckigen Forts erfordern yooo Würfel Toisen Mauer-werk, und die 18 runden Forts logoo Würfel-Toisen; zusammen 18800. Das FortKehl allein enthält mit seinen vier Bollwerken mehr; anstatt liier zwei Städte um-schlossen und sechs Stunden Grenze verschanzt sind. Zu dem Bau von Landau,das gar nichts decket, sind über achtzigtausend Würfel-Toisen Mauerwerk verbrauchetworden-

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Bei jeder Grenze ist diese Befestigungsweise anwendbar, wenn es auch auf ihr keineFlüsse giebt. Ich halte es in allen Fallen für vorteilhaft, die Forts abwechselnd vor undrückwärts zu legen, um dadurch mehr Terrain einzurehmen, sich Ausgänge vorwärtszu bereiten, und eingehende Winkel zu bilden, welche den Feind zwingen die vor-springenden anzugreifen. Um das durch den Flufs bewirkte Hindernifs zu ersetzen,kann man von Entfernung zu Entfernung Reduten auf die Linie legen, welche dieGemeinschaft der Forts untereinander sichern, und die beiderseitigen Verschanzungeneinander an Stärke gleich machen. Man sollre dergleichen Linien von dem Rheinebis nach Dünkirchen aufwerfen. Meine Berechnungen erweisen die Ausführbarkeit desEntwurfes, dessen Kosten verbältnifsmäfsig nur geringe sind.

Ich habe oben (S, 201 des Ersten Tlieiles) eine unüberwindliche Festung unterilem Namen Ludwigsstadt angegeben, die hier zwisohen Salinbach und Nieder-lauterbach sehr vorteilhaft liegen würde, um es jeder Armee unmöglich zu ma-chen, in das Nieder-Elsafs zu dringen, und^einen Ort von d e r Wichtigkeit hinter sichzu lassen. Die Zeit wird einmal kommen, wo man dem mehr Aufmerksamkeit wei-hen wird, was noch auf unseren Grenzen, auf unseren Küsten und in unseren Kolo-nien fehlt, damit die Untertanen im Schatten der Macht sicher wohnen, gegen dieVerheerungen geschützt, welche jeder Krieg unvermeidlich herbei führet Sie sind esdem Könige schuldig, dem Glanze seiner Regierung ihrer Güter und selbst ihr Leben

*) Mau sehe hier die Specialkarte jener Gegenden; Carte t o p ograpliiq u e du iours du Rhinpar JBeauvain giebl ein deutliches Bild des Terrains,

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