möglichst za vermindern. Die schätzbaren und häufigen Lobspruche, welche meinenneuen auf der Intel Aix verfertigten LalFeten ertheilet worden sind, machen mich glau-ben, dafs es mir gelungen ist. Zur genauen Kenntnifs dieser Art Laffeten will ich sienach allen ihren Theilen beschreiben.
Das ganze Verdienst bei ihrer Einrichtung besteht in zwei hervorgebrachten Bewegungen}einer kreisförmigen um einen festen Punkt, und einer zweiten gerade aus gehenden, für denRücklauf sowohl als zu dem Vorbringen des Geschützes in die Scharte bestimmt. Als ich 1779den Auftrag bekam ein kasematirtes Fort auf der Insel Aix anzulegen, mufste ich mich mitder Einrichtung einer ihm angemessenen Eäffette beschäftigen. In den Gewölben ist ebenso wenig Raum wie auf den Schiffen; man kann ihn ohne bedeutende Baukosten nichtvergröfsern. Zudem ist einer meiner vornehmsten Vertheidigungs-Grundsätze: auf einerkurzen Strecke so viel Feuer als nur immer möglich zusammen zu bringen, und dieGeschwindigkeit desselben zu vermehren. Ich habe deshalb meine LafFete höchst beweglichzu machen gesucht, indem ich zugleich ihre Grörse, sowohl in der Breite als Höhe, ver-ringerte. Das letztere machte die meiste Schwierigkeit, wie dies bei sich vorgeschriebenenGrenzen immer der Fall ist. Ich habe fortwährend verworfen, geändert, verbessert; dennjeder theoretische Entwurf mufs bei der Ausführung genau erwogen, und von neuem be-arbeitet werden, wenn er der Absicht vollkommen entsprechen soll. -
Seit der Erscheinung des ersten Theiles meines Werkes (1776.) sind für dieFestungen und Küstenbattcrien eine grofse Anzahl Laffeten, zu jener doppelten Bewegungeingerichtet, verfertigt worden. Ich weifs nicht, ob sie nach meiner Angabe, oder nach'andern eingerichtet sind, die schon längst den Versuch machten, den LafFeten jene wich-tige Eigenschaft zu geben.
Die Laffete des Ritters Folard ist bekannt, die unter der Regentschaft des Herzogsvon Orleans probirt ward, und ihrem Erfinder die Bestallung als Oberster einbrachte.Sie war zwar jener doppelten Bewegung fähig: jedoch zu schwach und nicht geeignet, alleverlangte Dienste zu leisten. Herr von Valliere hat seitdem seiner Wall.Laffete mit dop.pelten Wänden, und der mit hohen Rädern zum Ueber-Bankschiefsen, die Eigenschaftzu geben gesucht des Nachts wie am Tage dieselbe Richtung beibehalten zu können, unddie neuere Wall-LafFete erfüllet diesen Zweck noch sicherer. Es gehöret jedoch viel Kraftdazu, dieser letztem LafFete eine andere S-itenrichtung zu geben. Der Gedanke, den La-ffeten jene doppelte Bewegung zu verschaffen, ist in der Thal so natürlich, dafs man sichwundern mufs: ihn bis jetzt nicht mit rpehr Glück ausgeführt zu sehen. Bei der Ein-richtung der Strand- und Wail-Laffeten finden sich in dieser Rücksicht noch bedeutendeMängel. Die grofse Erhöhung dieser Laffeten .ist ein. Hauptfehler, der ihrer^Brauchbar-keit entgegen stellet. Ihr Zweck ist über Bank zu schiefsen,.;worauf man gegenwärtig ei-nen groben Werth zu legen scheint. Die Nachtheile davon fallen nicht sogleich r in die