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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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dem Angriff der Festungen bedienen kann: endlich, dafs sie für das neue Feldgeschützgleich anwendbar ist.

Die eingefiihrten Wall- und Stran d-Laffeten gewähren deu Vortheil, sich schnellseitwärts richten zu lassen und von 5 Mann bedient werden zu können: anstatt das Ge-schütz auf Schiffslaffecen 15 Mann erfordert. Die grofse Höhe aber, welche diese Laffetenhaben müssen um über Bank schiefsen zu können, macht das Laden äufserst beschwer-lich. Selbst Artilleristen von hohem Wuchs können nur mühsam die sechs und dreifsig-pfündige Kogel in das Rohr bringen. Sie haben keine Kraft die Ladung anzusetzen, undmüssen deshalb sich mit dem einen Fuls auf das Rahmengerüste, mit dem andern aberauf die innere Brustwehrböschung stellen. Während ich mich damit beschäftigte, dieseArt Laffeten so niedrig als möglich einzurichten: bemühete man sich im Gegentheil, sieimmer höher und bis 5^ Fufs hoch zu machen. Meine Richtbaum-Laffete läfst sich zwarvermittelst des vorher erwähnten Bockes auf jede verlangte Höhe erheben: ihre eigentli-che Höhe aber, ist nur 3^ Fufs, wo selbst der Sechsund dreifsigpfünder bequem von EinemManne gerichtet und von zweien bedient wird. Es wurden nie mehr als drei Mann dazuangewendet. Die Laffete hat so ihre vortheilhafteste Stellung für gewölbte Geschützständeund für solche Strandbatterien, denen sich die Schiffe bis auf Flintenschnfsweite nähernkönnen: wo man folglich darauf bedacht seyn mufs, die Kanoniere gegen das Feuer derMastkörbe zu sichern (i. Thl, S. 170).

Alle Laffeten werden bekanntlich auf ihren eigenen Rädern fortgebracht, sie mögennun queer durch das Land gefahren werden, oder der Armee folgen sollen. Bis mit Ein«schlufs des Zwölfpfünders dient die Laffete zugleich zu dem Transport des Geschützes.Die Sechszehn- und Vierundzwanzigpfiinder hingegen werden wegen ihrer Schwere aufbesondere Sattelwagen geladen; ihre Laffeten bekommen einen Protzwagen, der beimFeuern jedesmal davon getrennt wird. Die Laffetenwände mit ihren Rädern bilden dieSchwungbäume und den Hinterwagen. Die einen wie die andern sind möglichst stark,zum Widerstande bei dem lebhaften Schiefsen in einer Belagerung; dennoch leidet allesauf schlechtem Wege durch die heftigen Stöfse, am meisten die Räder, die bald im Haufen(oder Bocke) locker werden und durch neue ersetzt werden müssen.

Meine LaflFeten haben diesen Nacbtheil nicht. Die der Secbsunddreifsig- und Vierund-zwanzigpfünder werden auf einem Wagen mit vier Rädern gefahren, die ein Langbaumzusammen hält. Diese Räder sind ungleich wohlfeiler, als die gewöhnlichen der Belage-rungsgeschütze; bei geringem Dimensionen des Holzes und Eisens haben sie dennoch einelängere Dauer, weil sie nicht durch das Feuer auf der Batterie leiden, sondern nur alleinzum Transport dienen.

Ein anderer, sehr wesentlicher Vortheil dieser Laffeten bei Belagerungen ist: dafs sienicht so viel Bettungsholz bedürfen, welches bei den Vierundzwanzigpfündern kein unbe-