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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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der Rücklauf des Geschützes selbst frei; denn blofs der Rahmen bleibt unverändert stehen.Jenes kann leicht und mit Schnelligkeit bedient werden, und ist zugleich geschickt jedenAugenblick seinen Platz zu verändern. Diese Einrichtung hat demnach einen grofscn Vor-zug gegen die gewöhnliche, von der sie in einem so höchst wesentlichen Stücke abweicht.Man sollte glauben die vielen Vorzüge miifsten zu HinwegschafFung der sich vielleichtfindenden Hindernisse vermögen; doch keinesweges! Man hängt an der eingeführten Form,nachdem man sich alle Mühe gegeben hat, sie so viel als möglich zu verbessern. Jedeneue Einrichtung wird tingeprüft für schlecht gehalten; man denkt blofs daran, ihre Nach-theile aufzuspähen, und findet welche wo keine sind. Die Zeit wird lehren: ob ich Rechthabe? Endlich wird man mir doch Beifall geben. Ich begnüge mich daher, Vorschlägezu thun, und so deutlich als möglich zu seyn: unbekümmert, ob man sie annimmt oderverwirft?

Die genaue Beschreibung der Laffete für das schwere Geschütz erleichtert nothwendigdas Verständnifs der für das Feldgeschütz bestimmten. Hier wird es hinreichend seyn, zuzeigen : wie der Zwölfpfünder fortgebracht, bedient und gebraucht wird? Die Laffeten undihre Rähmengestelle für die kleinern Kaliber 6ind genau eben so eingerichtet; sie unterschei-den sich blofs durch ihre Dimensionen, die nothwendig ebenfalls schwächer seyn müssen.

Da das Rohr des langen alten Zwölfplünders ebenfalls keinen besondern Sattelwagenhat, kann es auf zweierlei Art fortgebracht werden: entweder gleich den Belagerungs-Stücken, auf die im vorhergehenden Kapitel beschriebene Weise (s. Fig. 31—35. Tab. XXXVI.);oder wie die leichten Feldkanonen, dafs man auch unterweges sogleich damit feuern kannwenn es die Umstände erheischen. Fig. 19.' Tab; XXXIX. zeigt das leere Rähmengestelle;Fig. 20. aber das auf demselben stehende Geschütz, wo es ungehindert bedient und abge-feuert werden kann. Der lange Zwölfpfünder läfst sich auf diese Weise auf den Festungs-wällen bequem von einem Orte zum andern bringen, um damit durch die Scharten oderüber Bank zu schiefsen: in welchem Falle man blofs ein 10 Zoll dickes Holzstück unterdie Räder legen darf, um das Rohr über die Brustwehr zu erheben. Es findet durchauskein Unterschied zwischen der Lalfete dieses Geschützes und den leichten Feldkanonenstatt; nur erfordert seine gröfsere Schwere auch mehr Kraft, um es zu bewegen. Dieganze Einrichtung unterscheidet sich übrigens von den vorher beschriebenen Wall-Laffe-ten blofs durch einige Abänderungen, welche die Unbeweglichkeit der letztem nothwen-dig machte.

Der Richtbaum des Rahmens der Feldgeschütze hat oben und unten eine eiserneSchiene ef, Fig. 1. Tab. XXXVIII., wo auf der erstem sich der Haspenring z Fig. ß- hinund her beweget. Die Laufbalken QSous-flasques') endigen sich hier nicht, wie beiden schweren Kanonen, an einem Riegel: sondern werden durch einen Bolzen verbunden,der durch sie, die beiden in den Untersatz D verzapften Holzstücken 1 und 2, und

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