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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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23
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Ich habe für diesen Behuf eine besondere Vorrichtung erfunden, weil alle bisher dazuangejjfandten Mittel ihrer Absicht nicht entsprechen. Schon das Einhemmen eines Radeserfordert eine gewisse Zeit: viere würden noch mehr erfordern, und man weifs nicht, wieman die kleinen Räder einhemmen soll. Um wieder aüszuhemmen mnfs man den Wa-gen rückwärts stofsen, was bei einem Rade beschwerlich, bei vieren aber wegen des zugrofsen Widerstandes unausführbar ist.

Fig. 1. Tab. XXXIX. stellt eine Nabe dar, wo der hervorstehende schwächere Theilder Achse Fig. 4 - nebst dem gewöhnlichen Linsenloche noch ein zweites, von j^r dreiLinien Tiefe hat. Fig. 5 und 6. ist der Durchschnitt dieser Löcher, von denen das eineden obern Theil der Linse Fig. 7—8. (oder des Vorsteckers), und das andere den untern Theilderselben aufnimmt. Unten sind Scliraubengänge an die Linse geschnitten, um sie miteiner Mutter an die Achse befestigen zu können; ihr oberer gekrümmter Theil hat einestarke Stellschraube, die man durch einen Schlüssel in die Löcher des 18 Linien breiten,6 Linien starken Nabönringes schrauben, und das Rad dadurch Festhalten kann. Da dieseSchraube unten spitz ist- wird eie dennoch in die Löcher des Nabenringes eindringen, ob-schon sich vielleicht Staub und Erde hinein gesetzt hat, was jedoch nur durch eine nichtzu erwartende Nachlässigkeit der Artilleristen möglich ist. Blofs im Vertrauen auf dieVorsicht der letztem — die bei schmutzigem Wege die Löcher nur von Zeit zu Zeit miteinem eisernen Nagel reinigen dürfen — habe ich unterlassen, an der Linse einen Halb-kreis von Blech zu befestigen, um die obere Hälfte der Nabe zu bedecken.

Die grofse Zuverlässigkeit der Richtung, welche das Feststellen der Räder gewährt,und die mit Geschütz, das bei jedem Schüsse seine Stellung verändert, sich unmöglich er-reichen läfst, verdient wohl, dafs man sich mit Vervollkommnung der Mittel dazu beschäf-tigt. Ich will daher hier noch eine andere Art zeigen, die dauerhafter ist als die vorherge-hende, weil trfan nicht nöthig hat die Achse zu durchbohren.

Die letztere r hat nämlich vorn einen viereckigen Theil Fig. 16. 17. 30, auf den dieLinse q Fig. gi. 52. 33. geschoben wird. Eine oben in derselben befindliche Schraube tdringt in die Löcher der eisernen Scheibe p Fig, iß- 27, die durch vier Vorstände des Na-benringes o Fig. 26. auf demselben befestigt ist. Die Linse wird durch eine vorgeschraubteMutter n Fig. 29. auf der Achse r gehalten, und hemmt das Rad unbeweglich, sobald ihreSchraube t vermittelst des Schlüssels in die Löcher der Nabenscheibe gebracht wird.

Obgleich diese Art einzuhemmen viele Vorzüge gegen die erstere hat, ist sie doch beiniedrigen Rädern nicht anwendbar, weil'die Achse um 2 Zoll länger sejm inufs, und infelsigen Hohlwegen leicht fest sitzen bleiben könnte.

Meine Feldlafifeten gewähren auf diese Weise nicht nur einen hohen Grad von Beweg-lichkeit, sondern auch jede nur zu verlangende Genauigkeit der Richtung, nächst der Mög-lichkeit, ohne weitere Vorbereitung auch während des Marsches das Gefecht anzufangen.