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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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26
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gTÖfsten Unordnung — vielleicht gar nicht wieder herzuatellen ist, und wenn der Feindnicht mit vielen Vorrathsstücken versehen ist, unmöglich weggebracht werden kann.

Der Erfolg des am gten December 1783 mit einem 34 °° Pfand schweren Zwölfpfün-der auf dieser Laffete angestellten Versuches ist völlig befriedigend ausgefallen. Es sind mit3 und 4 Pfund Ladung 65 Schüsse geschehen: und der Rahmen ist durch das Einhemmender Räder auf die vorher beschriebene Weise ganz unverrückt geblieben, während derRücklauf der Kanone selbst ungehindert erfolgte. Die Seitentichtung hat vermittelst derDocke Fig. 10. 11. lfi. Tab. XXXIX. geschehen können, ohne daft weder die Pferde nochdie Räder der Laffete ihre Stelle verändert haben: wodurch eine viel gzöfsere Genauigkeitder Schüsse bewirkt wird, als bei dem Gebrauch der gewöhnlichen LafFeten jemals mög-lich ist. Zur Bedienung sind nur 5 Mann nölhig; und 9 Mann haben sie, selbst ohnePferde, in jeder Art von Terrain bewegt. Die Leichtigkeit, womit sich die Laffete aufdem Rahmen hinter- und vorwärts schieben läfst, gewährt bei dem Uebergange überkleine Feldgräben den Vortheil, die Last des Rohres vor zu bringen, sobald die Vorderrä-der hinüber sind. Die jetzt nicht mehr belasteten Hinterräder werden dann mit geringe-rer Mühe in den Graben hinunter und wieder heraus steigen, als bei den gewöhnlichenFeldlafFeten, wo das ganze Gewicht der Kanone auf ihnen ruht.

Die Reitende Artillerie hat in den Kriegen der neuern Zeit eine sehr glänzende Rollegespielt, die um so mehr Bewunderung verdient, je gröfser die Schwierigkeiten waren, mitdenen die Artilleristen bei dem Gebrauche der gewöhnlichen zweiräderigen LafFeten zu kämpfenhatten. Es gehörte bei den Kommandirenden Offizieren, wie bei den Artilleristen, der kecksteMuth dazu, um im feindlichen Feuer die nöthigen vorbereitenden Arbeiten auszuführen;sie bedurften einer ganz besondern Einsicht und der gröfsten Thätigkeit, um alle die Hin-dernisse zu besiegen, welche die Einrichtung der üblichen LafFeten im Gefechte der Schnel-ligkeit der Bewegungen entgegen setzte. Jedes ihnen ertheilte Lob wird daher immer weithinter ihrem Verdienste zurück bleiben ! Man mnfs nur bedauern, dafs so trefFiiche Ei-genschaften nicht durch eine möglichst vortheilhafte Bauart der LalFete unterstützt wur-den, deren Einführung hier von der höchsten Wichtigkeit wäre, obgleich sich dem vieleund liiannichfache Hindernisse in den Weg legen. Das gröfjte dürfte wohl in der Schwie-rigkeit liegen, die, welche hei einer Einrichtung schon vollständigen E/folg gehabt haben,zu überreden, dafs sie durch Abänderung derselben einen noch vorzüglichem Erfolg er-langen würden. Je mehr sie Schwierigkeiten besiegen mufsten, je mehr hängen sie anden dazu angewandten Mitteln. Sie sind stolz darauf: und sollen dem Bekannten, dessensie gewifs sind, für etwas entsagen was sie noch nicht kennen? Eine neue Einrichtungwird verworfen, ohne dafs man sich die Mühe nimmt sie kennen zu lernen. Man be-schäftigt sich blofs damit, ihre Mängel aufzusuchen, und findet welche wo keine sind.Dennoch ist der Gegenstand höchst wichtig: es kommt auf nichts geringeres als Menschen-