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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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46
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Man hatte das Geschütz auf eine unter 15° vorwärts geneigte Bettung gestellt, timdie gröfste Neigung eines auf der Seite liegenden Schiffes vorzustellzn. Man hätte zurVergleichung des nöth’gen Kraftaufwandes bei der Bedienung mit einer Kanone auf dergewöhnlichen Schiffslaffete ein Gleiches thun sollen! Man tbat es nicht, und urtheilte ohnezu untersuchen: obgleich ich die zur Prüfung angeordneten Commissarien darauf aufmerk-sam gemacht, und sie ersucht hatte: „bei den Versuchen besonders die Verschiedenheit„der bisher gewöhnlichen und der neuen Laffete, unter übrigens durchaus gleichen Um-„ständen auszumilteln: weil nur allein auf diese Weise ein sicheres und befriedigendes Ur-„theil über die Vorzüge und Nachtheile der einen oder der anderen gefällt werden könne.“4) Die zur Bedienung erforderliche Anzahl Menschen liefs sich nicht bestimmen, weildie Bewegungen ohne feste Ordnung ausgeführt wurden. Nur so viel sähe man: a) dafsein Mann hinreichend war, den Sochsuruldreifsigpfünder auf der Rahmenlaffete seitwärtszu bewegen, wozu bei der gewöhnlichen SchifFslaffete mehrere angewendet werden müssen;b) dafs die Kanone beim Rücklauf durch die Klinke hinten im Schiffe aufgehalten wird,und nach vollendeter Ladung von Selbsten .wieder hervor kommt. Beides Bewegungen,■welche bei der gewöhnlichen Arbeit nur mit Beschwerde und Zeitaufwand bewirkt wer-den können.

• Demolmgeachtet sagten die zur Prüfling verordneten Commissarien von der Marineund Landartillerie, Messici, Penier und Pomereuil, in ihrem Berichte:

„i) Der Rahmen der Laffete, welcher die horizontale Richtung des Geschützes auf„jeden beliebigen Punkt zu erleichtern dienen soll, stellt die Kanone um einen Fufs wei-„ter einwärts, nnd macht dadurch die Feuersgefahr gTÖfser.“

,,a) Die Laffcte ist weniger beweglich als die alte, die sich nur auf zwei Rä'dern und„einer Walze bewegt.“

„3) Die Länge und Stellung des Richtbaumes mit einer Handspeiche an seinem Ende„erfordert so viel Raum, dafs dadurch der Gebrauch des Geschützes im Vordertheil gehin»„dert wird, wenn das ScbifF zu beiden Seiten feuern soll.“

„4) Da der Rahmen auf dem Verdeck allein ruht, mufs das letztere aufserordentlieh„leiden.“ f

„5) Die Neigung des Rahmens von 5 Grad verlangt gröfsern Kraftaufwand, wenn das„Schiff mit einer Neigung von 10 Graden auf der Seite liegt, weil hier noch jene 5 Grad„hinzu kommen.“

„6) Die Laffete ist mit Beschläge überladen; s : e wird dadurch viermal theurer, und„ist bei Beschädigungen auf dem Schiffe fast unmöglich wieder herzustellen. Sie wird„überdies dadurch weit schwerer als die alte.“

„7) Wenn das Zwischendeck mit 13 Graden auf der Seite liegt, verstauet die neue„Laffete nicht mehr als 1 Grad Elevation über die Horizontal-Linie.“