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weihet worden: denn der Verfasser lebte noch, ist nicht vom Genie-Corps, und sprichtvortheilhft von der Befestigung; mit senkrechter Bestreichung, einem Werke,das ganz geeignet ist, sich den Hafs aller Altgläubigen zuzuziehen. Die Neuen Anfangs-gründe müfsten nothwendig mit Stillschweigen übergangen werden.
Aus demselben Grunde konnte der Verfasser des Tratte complet auch der verschiede- 'nen Forts nicht erwähnen, die man im Zweiten Theile Kap. VI. u. ff. imdritten Theile meiner Vertheidignngskunst findet, alle einer schnellen Herstel-lung fähig, und zu leicht ausführbarem I-Iohlbau. geschickt, sobald nur irgend eine Wal-dung in der Nähe ist. Auch der Marschal von Sachsen verstand dieses Mittel so gutanzuwenden, dafs sein achtseitiges Zangenwerk gedeckte Räume genug hat, nm nichtnur die ganze Besatzung, sondern auch die Pferde der zugehörigen Kavallerie unter zubringen.
Solche grorse Entwürfe aber blenden die Augen gewöhnlicher Menschen: sie sehenund unterscheiden Nichts, sobald man ihnen etwas Aufsergewöhnliches zeigt. Es istnur zu wahr: dafs die Menschen, öfter als man wohl denkt, durch blofs me-chanisch erlernte Grundsätze regiert, und in Hinsicht ihres Unheilsdurch die Gewohnheit bestimmt werden ! Lafst uns daher Mitleid mit denSchwachen haben, aber nicht zugeben, dafs sie in irgend einer nützlichen Kunst unsereLehrer sind. Es ist Pflicht der besser Organisirten, den Kurzsichtigen zu Hülfe zu kom-men: zu untersuchen, ob sich das von ihnen vorgegebene Ziel der Wissenschaft nicht wei-ter hinaus stecken läfst. .
S. 9 der Vorrede. „Diese nicht blofs spekulative Wissenschaft aber läfst sich auch„nicht am Schreibetisch erlernen; sie ist die Frucht langer Erfahrungen beim Festungs-„bau, und deä unausgesetzten Studiums des Terrains, die beide nur allein dem Ingenieur„zu Gebote stehen.“ '
Ich für meinen Theil sage: dafs diese Wissenschaft deshalb gär nicht spekulativist, weil sie sich blofs auf den Umrifs .mit Bollwerken beschränkt, der bis auf einige Toi-sen mehr oder weniger immer derselbe bleibt, und- dadurch weder besser noch schlechterwird. Nicht minder gestehe ich zu, dafs man blofs bei dem wirklichen Bau lernen kann,ihn so gut als möglich zu machen; denn nur darin mufs die ganze Arbeit derer beste-hen, welche stets denselben Umrifs befolgen, und immer Einerlei ausführen wollen. DieErfahrung ist jedem Architekten so wie den Bauleuten gleich unentbehrlich. Ich hege hier-über mit dem Verfasser des Traite complet ganz gleiche Meinung.
Das Studium des Terrains in Hinsicht der Ueberhöhungen ist schon im ZweitenTheile dieses Werks S. 8" und folg, gehörig gewürdigt, und gezeigt worden, dafs sichder Ingenieur dadurch keinen Vortheil verschaffen kann, weil es nicht in seiner Machtsteht, den Mängeln der unbedeckten Bollwerke abzuheifen. Sie werden auch in einerVierter Band. K