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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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zu durchlaufen. Sie können keinen Moment dem wahren Wege folgen, der sie alleinzum Ziele führt.

Dennoch verdient ein jeder Lob, der dem bekannten Verfahren einige Vortheile hin-zufügt. Aus diesem Grunde hätte der Verfasser des Traite complet ihn nicht mit ver-achtendem Stillschweigen übergehen sollen. Allein er gehört nicht zum Corps: das istgenug. Er war Professor an der Schule der Chevaux-legers der Garde zu Versailles, ei-nem der trefflichsten Institute, aus dem mehrere verdiente, reich mit Kenntnissen ausge-etattete Männer hervorgingen *). Dieser Professor nun hat Anfangsgründe der Be-festigungsknnst geschrieben, worin er von allen verschiedenen Befestigungsweisen re-det, für die Constructionen mit Bollwerken mancherlei algebraische Formeln giebt, auchdie Feldversclianzungskunst, so wie die übrigen verschiedenen Theile der ganzen Wissen-schaft mit aller nur erforderlichen Genauigkeit abhandelt. Dennoch hält der Verfasser desTraite complet ihn keiner Erwähnung werth.

Ein gleiches findet in Absicht des Marschais von Sachsen statt, dessen zangenför-mige Befestigung eich in seinen Reverien, 2. Thl. I — XI. Kupfertafel, dargestellt findet.Diese Befestigungsart ist keineswegs verdienstlos. Sie kann nur dem also erscheinen, derdie Gegenstände um sich her blofs durch ein Nadelöhr betrachtet, und das als nicht vor-handen ansieht, was er durch diese verkümmerte OefFnung nicht erblickt. Auch der Ver-fasser des Traite complet scheint sich eines solchen Fensters bedient zu haben. DieEntwürfe des Marschais bieten mancherlei Vortheile dar. Es ist der erste Umrifs einesgrofsen Malers, , in dem der Stümper nichts Beifallswerthes bemerkt, wo aber ein Mi-chael Angelo sogleich die Meisterhand erkennt. Freilich finden sich da keine Boll-werke: es sind nur die Einfälle eines grofsen Feldherrn, eines allgemein anerkannten gro-fsen Mannes, dem der- Stempel des Eingeweihten fehlt.

Noch ein anderes Werk mufs ich hier erwähnen: die Neuen Anfangsgründe desJulien Beiair. Man darf sich übrigens nicht verwunden, dafs sie der Vergessenheit ge-

weihet

*) Obgleich der Marquis von Montalembert nicht ohne Grund sich über die Bedrückungen desFranzösichen Ingenieur-Corps beklagt, niufs mau auf der andern Seite jedoch ebenfalls einge-stehen, dafs sich ohne eine genügende Kenntnifs des Technischen im Bauwesen keine durch-aus h ra u ch b a re n Vorschläge zu Befcstigungswerken machen lassen. Ein Vorwutf, der auchden Marquis selbst zum Theil trifft, indem seine Bauwerke bei weitem höher zu stehen kom-men als er selbst glaubt. Es werden dadurch unter Umständen mancherlei Modificationen nö-thig, die der von den Verhältnissen nicht gehörig Unteriiclncte wohl leicht als Fehlgriffe an-sehen kann, während es doch nur Kinder der Nothwendigke'it sind. Möchte man übrigen«doch die Wahrheit merken : dafs es besser ist, wenige aber sehr starke Festungenzu habeu, als viele, deren sich der Feind leicht bemächtigen kann !

Anmerkung des Ueberieuers. -

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