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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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75
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ses dr?r ersten Batterien gegen die Bollwerke, die wichtigsten Theile der angegriffenenSeite (S. oben im 1. Theile). Welche Veränderungen auch der Ingenieur bei der Aus-führung auf dem Terrain anbringen mag, jene nachtheiligen Folgen bleiben: sie entsprin-gen aus der Befestignngsart. Man lasse sich nicht mit eitlen Hoffnungen täuschen, dieüberall durch die Erfahrung vernichtet werden.

Der Unterschied der unbedeckten Umrisse mit Bollwerken in Beziehung aufdie Ortslage ist überhaupt so geringe, dafs hier wenig auf die Auswahl ankommt.Der Baumeister darf eben nicht auf die Anwendung solcher Mittel stolz seyn, die nir-gends helfen.

S. 15, „Die scheinbar geringe Vertheidigungsfähigkeit der neuem Befestignngsart„hat viele glauben gemacht, man müsse von ihr abgehen: alle aber haben ihres Zwek-„kes verfehlt.“

Anmerk. Dem Verfasser des Tratte complet zufolge ist demnach der sehr kurzeWiderstand der Festungen blofs scheinbar, in der Wirklichkeit aber immer sehr lang.Das von Vauban selbst angelegte Ath hat dem Angriffe nur 14 Tage widerstanden; dieGegenwehr war demnach nur scheinbar so kurz? Der Verfasser scheint selbst nicht zuwissen was er will. Denn wäre wirklich die Schwäche der gangbaren Befestigungsweisenur anscheinend, thäte man sehr unrecht daran, von ihr abzugehen. Ist jedoch jeneSchwäche wirklich durch zahllose Beispiele erwiesen, hatte man auch guten Grund, sichnach einer besseren Construction umzusefcen.

Man darf übrigens mit vollem Rechte den Verfasser fragen: wo denn die sind, wel-che durch einen veränderten Umrifs ihres Zweckes verfehlt haben? Eineblofs verschiedene Lage der Flanken bei Erhard von Bar le Duc, Deville, Vaubanund Pagan aber darf man nicht als einen veränderten Umrifs ansehen. Ueberall fin-den sich die Bollwerke, die alle einen gleichen Stärkegrad, gleiche Vortheile und Nachtheilehaben. Nur die, welche sich eine innere Vertheidigung zu verschaffen wufsten, die derBelagerer von Neuem zu öffnen genöthigt war, nachdem er sich auf den Facen des ange-griffenen Bollwerks fest gesetzt hat, haben ihrer Befestigungaweise unstreitig einen hohemGrad von’ Widerstandsvermögen gegeben. Rozard und Belidor haben deshalb ihresZweckes gewifs nicht verfehlt, was mch der Verfasser des Tratte' complet davon sagenmag. Die hingegen, welche diesen Abschnitt in die Bollwerke der neuern Befestigungs-weise Cormontaigne's oder der neuesten Schule zu Mezieres legen, verfehlen in derThat ihren Zweck ganz, wie ich schon oben im Ersten und Zweiten Theile diesesWerks, in Beziehung auf Fig. g. Tab. I, erwiesen habe.

Das Werk selbst fangt mit der Sündfluth an: obwohl es nicht eben nothwendig scheint,die alten Befestigungsarten der Spanier, Niederländer, Italiener und Franzosen mit in denUnterricht zu ziehen. In Hinsicht der Bollwerke Vaubans und ihrer Varianten ist der

K. a