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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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dtger zu sichern: denn die Tödtung eines Menschen durch einen von den Stückkugeln'.losgerissenen Holzsplitter wird nur sehr selten statt finden.

Ich hälfe es deshalb für sehr nützlich, wenn alle'unsere Festungswälle so eingerichtetwürden, dafs sich meine bedeckten gekuppelten Scharten mit ihren Traversen anbringenliefsen, wie sie auf den äufsern Batterien der Insel Aix ausgeführt worden sind (Tbl. I.S. 169). Man vergleiche diese Scharten, nach dem was itn Neunten Kapitel des Er-sten Theiles darüber gesagt ist, mit den gewöhnlichen oben offenen, und entscheidedann unpartheiisch über den Vorzug der einen oder der andern. Mir scheint es, das Ge-schütz dürfe auf keine andere Art auf den FestnngswäUen aufgestellt Werden, und esmüsse immer eine hinreichende Anzahl dergleichen Holzverkleidungen zu den Schiefs-scharten in den Zeughäusern bereit Hegen. Die Oeffnung für die Holzvertrempelung kannsicli schon in der Brustwehr befinden, und auf letzterer die obere Erdbescljüitnng derScharte bereit liegen. Da das Geschützrohr die Oeffnung der Scharte gröfstentheils aus-.lr, sind die Kanoniere gegen alle gerade und schräge Schüsse völlig geschützt, und derBau ist weit fester als die von dem Verfasser des Tratte complet so sehr empfohleneFaschirienverkleidung. Diese fängt wenn sie trocken wird bei jedem Schüsse Feuer.Wie soll man es löschen, wie die Scharte wieder herstellen? Welche Zeit geht nicht da-durch verloren, die der Belagerer nicht unterlassen wird zu seinem Vortheil zu benutzen?Grünes Laubholz anzuwenden, steht nur selten in der Macht des Belagerten. Es ist schongenug, wenn man zur Zeit der Berennung dergleichen Materialien in der Festung vorrä-thig har, um ihrer nicht ganz entbehren zu müssen. Die hölzernen Schartenkasten sindhier eine treffliche Aushülfe. 50 bis 4° doppelte (zu 60 bis 80 Kanonen) sind hinrei-chend , in 24 Stunden die beiden Bollwerke und drei Raveline der Angriflöseiie mit be-deckten Geschützständen zu versehen,- nnd die feindlichen Laufgräben mit einem lebhaf-ten Feu^r zu begrüfsen, gegen das der feindliche Schleuderschufs wegen der zwischenjedem Paare Kanonen stehenden Traversen so gut als keine Wirkung hat.

Es ist zu Ersparung der Zeit und zu besserer Dauer immer vortheilhafter, für die-sen Behuf möglichst starkes Holz anzuwenden, wie Tab. X.; wenn man dieses jedochnicht hat, und blofs schwächeres Holz bekommen kann, wird wie Tab. VIJ. Flg. 2 und 3verfahren. D ese letztem S. harten «sind zugleich für Kanonenlaffeten mit veränderlichemDrehpunkte zugerichtet, die eine noch geringere äufsere Oeffnung der Scharte, bei übrigensgleich grofsem horizontalen Richtfelde zulassen.

No. 133. S. 177.Vauban Rat nicht genug Gewölbe angelegt; er hat aber die-;,seu Mangel gegen das Ende seines Lebens selbst gefühlt, und in seiner Schrift überdie V er t b ei d I gung d e r Festungen, i«6 abgefafst , ihre Nothwenüigkeirerwiesen.Zum Unglück haben die spätem Ingenieure, anstatt die Meisterstücke des großen Man-

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