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„ncs zu vervollkommnen, jenen Festungen nur neue Werke hin zu ge fügt, diö sie schwächerj>machen, und ihnen ihr voriges Widerstandsvermögen rauben.“
Anruerk. Jedermann weifs, leider! dafs unsere Festungen entweder'das zu ihrer Ver-theidigung unumgänglich nöthige nicht haben, oder mit einer Menge Weike vonunregelmäßiger Form, ohne Zusammenhang und zweckmäfaige Richtung, gegen die wichtig-sten Angriffspunkte überladen sind. Sie nutzen blofs dem Belagerer, weil er sich ihrer leichtbemächtigen kann, und dann eben durch eie gegen alle Gewaltstreiche einer muthigenBe-satzug gesichert ist, die seinen Angriff oft weit von der Festung zurückwerfen können.Ein Ingenieur, der die möglichen Vortheile und Nachtheile vorgeschobener Werke nicht, kennt, kann seine Festung in den Augen der Unwissenden nicht in gröfseres Ansehnbringen, als durch Hinzufügung eines Hornwerkes. Man findet und erbauet ihrer über-all, selbst in der vielfachen Zahl um Eine und eben dieselbe Festung; ja bisweilen meh-rere vor einander. Der Hauptwall von Tournay ward »745 von der auf dem bedeck-ten Wege des Vorwerkes angelegten Batterie geöffnet, und die Festung mufste sich erge-ben! Was ist aber wohl die Ursache so vielfach begangener und wiederholter Fehler,deren Urheber alle in ihrer Kunst gehörig unterrichtet waren? Die falschen Grundsätze,von welchen sie stets ausgingen! Bei allen Umrissen mit Bollwerken wird das Festungs-geschütz in wenig Tagen von dem Belagerer vernichtet. Ohne Geschütz aber läfst sichder Ort nicht mehr vertheidig&i. So lange man demnach Festungen mit Bollwerken an-legen wird, nach Einhundert, nach Zweihundert Jahren, müssen sie auch eljen so oft er-obert als angegriffen werden. Hieraus folgt der Erste Ilauptgrundsatz der Befesti-gungskunst :
Man mufs das Festungsgeschütz gegen die Wirkung der Batterien desBelagerers sichern.
Da es nicht minder Thatsache ist, dafs die Breschbatterie des Belagerers allezeit derFestung den letzten Todesstreich beibringt, indem sie ihren Wall öffnet, so bekommt mandadurch als zweiten Grundsatz!
Man mufs dem Belagerten ein zuverlässiges. Mittel verschaffen, dieBreschbatterie des Belagerers mit iiberlegener Kraft anzugreifen und siezu zerstören. Kann aber die Fettung nicht geöffnet werden, so ist sie offenbar auchnicht zur Uebergabe zu zwingen. Das sind demnach die einzigen wahren Grundsätze,welche man bei Festungsanlagen befolgen mufs, die man aber nie befolgte, weil man sieentweder nicht kannte oder nicht kennen wollte.
S. 178 . „Man sieht demnach, dafs es nothwendig ist, in allen Festungen mitile-„rer Gröfse, das heilst von weniger als 9 oder 10 Bollwerken, gewölbte Räume zu,,haben.“
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