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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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die Batterie wieder herzustellen, weil die Festungskanonen auf solchen Laffeten desNachts eben so richtig schiefsen als am Tage *).

Das sind die unendlichen Vortheile der bedeckten Batterien, mit Kanonen auf mei-

nen Laffeten besetzt*, denn die dreiräderigen Wall-Laffeten stehen ihnen bei weitem p ach,wie oben erwiesen worden ist, bei Gelegenheit der Vergleichung meiner Richtbaum-laffete mit den W,-ill- und S trand la fFeten. Jene ward 1779 zu Rochefort ausge-führt, und mit allem Erfolg geprüft. Ich schrieb unmittelbar darauf nach Paris an den

Oberbefehlshaber der Artillerie, Gribeauval, und schickte ihm die Zeichnungen mit den

nöthigen Erläuterungen, in der Hoffnung, dafs die darin erwiesene Gefahr der Geschützeund Artilleristen bei der gewöhnlichen Einrichtung der Laffeten ihre Abänderung herbei-führen werde. Ich bekam jedoch weder Dank noch Antwort, und die Artilleriewerkstättehaben seitdem nicht aufgehört, die gewöhnlichen Wall- und Strandlaffeten zu verfertigen,

Obgleich die Erfahrung der vergangenen Belagerungen die Nachtheile jener hohen Laffeten

zum Ueberbankschiefsen hinreichend erwiesen hat. In Mainz sähe man sich gezwungen,wenigstens 18 Zoll tiefe Scharten einzuschneiden, weil die grofse Höhe (

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immer noch den

keine 4 Fufs tiefen Scharten gestattete. Der Kanonier blieb dadurch

Senkschüssen mehr blofsgestellt als bei der gewöhnlichen Laffete, obgleich man den Wall-gang nach meiner Art mit Traversen versehen hatte.

Ist eine schlechte Sache einmal eingeführt, dauert sie auch noch nach dem Tode ih-res Urhebers fort: theils weil man das einmal vorhandene gebrauchen mufs, theils auchweil man schon aus Bequemlichkeit allen Neuerungen entgegen ist. Man kann in einerbelagerten Festung niemals über Bank schiefsen: und depnoch macht man noch gegen-wärtig Gribeauvalsche Wall-Laffeten mit drei Rädern, deren Mängel hinreichend be-kannt sind. Man betrachtet sie als ein nothwendiges Uebel, weil man nichts bessereskennt. Vergebens habe ich in dem Ersten Kapiteln des gegenwärtigen Vierten Theilesalles aufgeführt, was sich gegen jene Art Laffeten sagen läfst; vergebens ist dort eine bes-•ere Einrichtung derselben angegeben: niemand mag es nur lesen, vielweniger von denIdeen eines andern Gebrauch machen!

*) Der Herr Marquis ist liier in einem Irrtlium : liegen die Riko sche tbatterien auf 800 Schrittvon der Festung, wird es immer sehr schwer werden die nur 4 Fufs hohe Brustwehr dersel-ben zu treffen und abzukämmen, besonders da jene stets im Bogen schiebenden Batterien äu-fscrlich keine Scharten zeigen. Es ist wohl unter allen Umständen geratlien, sich mit den soweit entfernten Angriffsbatterien in keinen Kampf einzulassen, sondern erst gegen die Demo n-tir- und B r es ch b a t terien mit vernichtender Krsft aufzuirelen. Bei zweckniäfsiger Anord-nung und richtiger Bedienung des Geschützes wird diese Vertheidigungsart ihres Zweckes ge-wifs nicht verfehlen.

Anmerkung des Uebersetzers.