In Mainz fehlte es an Zeit und Mitteln zur vollständigen Ausführung meiner be-deckten Scharten und Batterien. Die dort vorhandenen Laffeten hatten eine ganz beson-dere Einrichtung, und konnten nicht auf jenen gebraucht werden. Man mufste sich begnügen,zwei und zwei zusammen zu stellen, und durch Traversen zu decken. Dieser unvermeidlichenUnvollkommenheit ohngeachtet hat sich das Verfahren doch zu Erhaltung der Artilleristen unddes Geschützes sehr vortheilhaft erwiesen. Ich zweifle daher nicht, dafs man in der Folgedurch genaue Befolgung meiner Vorschläge, in Beziehung der bedeckten Scharten und derLaffeten, den möglichsten Nutzen davon zu ziehen suchen wird.
Der General d’Arcjon {Conside rabiojis S. 356) hält gezimmerte Batterien — ersagt nicht Schiefsscharten — für nothwendig, und setzt sie aus aneinander gefügtenBalken zusammen, wozu, wie zum Auseinandernehmen, nur eine halbe Stunde nöthigseyn soll. Die Scharten, welche ich vor fünfzehn Jahren auf der Insel Aix ausführen lief®,bestehen ebenfalls aus mehreren Stücken, und lassen sich in sehr kurzer Zeit zusammen-setzen — vielleicht würde man doch drei Viertelstunden dazu gebrauchen! Manfindet sie Tab. X. vorgestellt.
Auf der andern Seite giebt der Ingenieur Saint-Panl, S. 162 seines Traibe com-pleb de fo r b ij i cation, diese Einrichtung der Scharten von Holz für die schlech-teste von allen aus. Wem soll man nun glauben? Der letztere heifst das: thörichteDinge, welche die alten Ingenieure ausführen liefsep, ohne recht zu wissen warum.Er stellt dadurch den Ingenieur d’Ar<jon unter die Alten, weil dieser durch seine höl-zernen Scharten etwas Thörichtes angiebt, ohne zu wissen warum. Wie könnenwohl die Schüler wählen unter den beiden Werken, die eine gleiche Bestimmung ha-ben, zum Unterricht zu dienen, und die von den Lehrern auf gleiche Weise gerühmtwerden ?
Text S. 45. „Ein Hauptzweig der Kriegskunst, Befestigungskunst, welche die„Lage, Gröfse und Gestalt verschiedener Arten Werke zu bestimmen lehrt, deren Zweck„Erhaltung ist.“
Die Befestigungskunst ist eins der vornehmsten Hülfsmittel der Kriegskünst; sie lehrtnicht die Lage der anzulegenden Werke bestimmen: dies kommt den Generalen zu, wel-che an den Grenzen commandiren. Von der Lage aber hängt die Gröfse und Form ab:und die Kunst des Befestigers besteht darinnen, beide dem gegebenen Terrain gemäfs zuwählen und abzuändern, indem man unter den verschiedenen Formen derjenigen denVorzug 'giebt, welche die wirksamste Vertheidigung gewährt.
Hieraus folgt, dafs der Ingenieur nicht sagen darf: icji kann den Punkt nicht befe-stigen, weil der Umrifs mit Bollwerken, der einzige den ich kenne, sich nicht dazu eig-net; er wird dies auch nicht sagen, denn das hiefse ja seine Unwissenheit oder die Un-zulänglichkeit der Kunst eingestehen. Er wird vielmehr sprechen: es soll sogleich