mich demnach bei meinen Bemerkungen über das Werk des Generals Michaud bis zuseinen Kenntnissen erheben rhüssen, wenn es möglich ist.
Es scheint mir, als hätte er bei seinen vorläufigen Vorlesungen damit anfangen müs-sen, die Ersten Grundsätze der Wissenschaft festzustelien: während man hier nur mili-tairisch - politische Betrachtungen über die Befestigungen findet. Nach meiner An-sicht hätten die Vorlesungen damit aufhören sollen, anstatt damit anznfangen; denn ichkann unmöglich der Behauptung Beifall geben: „man müsse vorher den Gebrauch einesInstrumentes lehren, ehe man seine Zusammensetzung zeigt“ (C onsiderab. p. 13 derUebersetzung). Ist das wohl möglich?
Et würde ein ganzer Band voll werden, wenn ich alles sagen wollte was Noth ist.Ich mufs mich daher blofs auf einige Stellen beschränken, die mir der Bemerkungen ammeisten zu bedürfen scheinen.
Text. Cons iderat. S. ß- (S. 10 der Uebers.) „In Hinsicht des Umrisses, den„man gewöhnlich mit der Benennung eines Systems belegt, wird man bei jenen anti-i„militairischen Träumen, die stets jeder Anwendung widerstreben, blofs verweilen,„um daran zu erinnern, dafs die von Vauban bestimmten Grundlagen beinahe unum-„stöfslich sind.“
Die Systeme werden für anti-militairisch erklärt, nnd dennoch sollen ihreGrundlagen unnrnstöfslich seyn. Dieses Beinahe jedoch zeigt, dafs der GeneralMichaud doch wohl in Zukunft jene festen Grundlagen antasten wird. Sobald übri-gens Vanbans Systeme auf unumstößlichen Grundlagen beruhen, können sie nichtanti-militairisch seyn. Man muß es dem Verfasser überlassen, diesen Widerspruchzu heben.
Text. Consider. S. 8- „Jener kriegerische Bürger allein vermochte künftigen Zei-„ten vorzugreifen, indem er das Nützlichere wählte, dafs sich nur durch eine lange„Reihe Ereignisse bestätigen konnte.“
Die Erfahrung so vieler Festungen, die alle nnr sehr geringen Widerstand leisteten,beweist vielmehr im Gegentheil, dafs der Nutzen nicht statt findet, womit sich Vaubannnd seine Nachfolger schmeichelten.
Text ebendas. „Seine Anordnungen, selbst die, welche Verbesserung fordern, flö>„fsen noch Bewunderung ein, ohne doch ein stetes Fortschreiten zur Vollendung zu„verbieten. Wirklich mufs man auf seinen Grund fortbanen, und einen gröfsernRaum„zwischen sich und dem Feinde bilden.“
Anordnungen, die zu ihrer Vollendung noch einer Verbesserung bedürfen, hei-schen Bewunderung? Dies scheint ein Widerspruch. Man kann das nicht bewundern,was noch verbessert werden mufs.
Wie