„hen, tmd könnten nicht von ihnen zerstört werden — wie auf den offenen Wällen des„Umrisses mit Bollwerken. Deshalb könnten jene nothwendiger Weise auch„eben so wenig die Angriffsbattcrien in der zweiten Parallele treffen.“Er schliefst daraus, dafs die letztem nicht von der Festung aus beschädigt werden, son-dern stets in gutem Zustande bleiben, und durch beständiges Scliiefsen gegen die ge-wölbten Mauern sie endlich niederwerfen müssen, ohne dafs der Belagerer Einen Manndabei verliert. Nach dem Urtheile dieses Ingenieurs wird folglich das ganze zahlreiche Ge-schütz in den Kasematten nicht einen einzigen Mann tödten.
Jenes Eben so wenig aber ist ein Irrthum des Ingenieurs Michaud. DerSchlufs könnte nur zum Theil richtig seyn, wenn es wahr wäre, dafs die Batterienin der zweiten Parallele nie von den Kanonen in den Kasematten getroffen würden. Mitvielem Aufwand von Zeit und Munition könnte man die Kasematten oben öfFnen, ohnedeshalb den Angriff zu erleichtern. Allein das Zerstörungsmittel des Ingenieurs Michaudberuht — eben wie bei der Belagerung von Gibraltar — blofs auf der Einbildung* und hatden Nachtheil, diejenigen zu täuschen, die keine Gelegenheit haben die Wahrheit auf demRisse zu prüfen. Allein dieser Ingenieur begnüget sich stets, die Kinder seiner fruchtba-ren Einbildungskraft an den Tag zu fördern, ohne sich um ihre Möglichkeit zu beküm-mern, Man mufs ihm wenigstens diese Gerechtigkeit wiederfabren lassen, so lange mankeinen Beweis hat, dafs er wissentlich Unwahrheiten behauptet.
Dies mag genug seyn, um zu zeigen, wie sehr die Gonsiderations p olitiqneset militaires den Zöglingen der Centralschule die schnellen Fortschritte in einerWissenschaft erleichtern, zu der jene als Einleitung dienen. Sind die Schüler im Stande,die Considerabions zu verstehen, kann man gewifs seyn dafs sie alles verstehen. Ichwende mich daher von jenem grofsen Werke zu dem Journal polytechnique , ummeine Bemerkungen darüber fortzusetzen.
Text S. 5a des Journal polytechn. „Nach dem gegenwärtigen Zustande der Be-„festigungskunst kann eine sehr gute Festung, von 1000 Mann vertheidigt, wenigstens„drei Decaden oder 30 Tage Widerstand leisten. Vor der Erfindung des Pulvers konnte„sie sich mehrere Jahre halten. Man mufs demnach dahin trachten, dafs die Vertheidi-„gungskunet in eben dem Maafse fortschreitet, wie die Zerstörungsmittel sich verbessern.“
Das Geschütz ist das Einzige Zer6törungsmittel, welches den Angriff.fördert, und über400 Jahr im Gebrauch, ohne dafs man ernstlich auf Vervollkommnung der Vcrtheidigungs-mittel gedacht hätte, die nur allein in der Erhaltung des Geschützes zu suchen ist. Indem Journal wird nun ein 10 Seiten langer Beweis geführt, dafs es vortheilhaft wäre,unsere Grenzen mit einer doppelten Reihe Festungen zu umgeben. Niemand leugnet dies,upd ich habe im Ersten Kapitel des Ersten Theiles den Nutzen der Festungen ge-schichtlich dargethan. Aus der Ucbersicht des Krieges von 1741, wo Friedrich der