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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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144
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Landen ist. Bleibt hingegen alles in seinem unvollkommnen Zustande: mag die Wissen-schaft auch noch so gründlich bearbeitet seyn, mag sie noch so viel Kenntnisse erzeugthaben: das Vaterland hat keinen Gewinn davon.

IV. „Weil jedoch jene unbescheidenen Schreier zu laut wurden, mufste man endlich„fürchten, dafs sie auf die Meinung der angesehensten Kriegsmanner'und selbst der Regierung„einwirken würden, zum eigenen Nachtheile des Staats."

4. Erfordert der Vorteil des Staats das bisher beobachtete Stillschweigen, dnrfte-esans Privat-Interesse nicht gebrochen werden; denn wenn die geheim gehaltenen Dingenützlich waren, wufate die Regierung ohne Zweifel darum: und man dürfte nicht fürch-ten dafs sie sich neuen und nachtheiligen Entwürfen hingeben werde. Nicht durch "Wortemacht man aber die Verlänmdung still; nur durch gute, hie und da ausgeführte Werkeläfst sich das Fortschreiten der Wissenschaft und der nützliche Eifer derer beweisen, diesie bewirkten. Man dürfte dann nicht besorgen, dafs unbescheidene Schreier aufdie allgemeine Meinung Einflufs haben würden, weil sie nicht durch Worte sondern durchThatsachen festgestellt wäre.

"V. „Es wurden daher einige der Grundsätze bekannt gemacht, welche Vauban bei sei-„nen Arbeiten geleitet und gerechtfertigt haben; man wählte die Königliche Akademie der„Wissenschaften, als den einzigen unparteiischen Schiedsrichter, dem man jene Grundsätze„vorlegen konnte."

5. Hier ist von dem Vauban zugeschriebenen Verfahren die Rede, vermittelst ei-ner in der Studierstube entworfenen Belagerung den Werth verschiedener Befestigungsar-ten zu schätzen, über dessen Werth die Akademie urtheilen soll.

VI. „In diesem Theile der Kriegskunst lehrt der Angriff die Verteidigung, und zeigt die„Mittel, diese zu vervollkommnen."

6. Die durch Vauban vervollkommte Angriffskunst hat ihnen keine Mittel gezeigt,auch die Verteidigung zu fördern, weil diese in demselben unvollkommnen Zustande ge-blieben ist.

VII. „V aubans grofse Erfahrung bei Belagerungen lehrte ihm die Mängel der Befesti-„gungskunst: er verbesserte und berichtigte sie."

7. Man hat bis jetzt noch keine Früchte davon erblickt. Die Bollwerksthürme vonNeu-Breisach darf man nicht für eine Verbesserung ansehen, weil sie nirgends nachgeahmtund sogar von Cormontaigne für schlecht erklärt worden sind.

VIII. „Weil jedoch seine Theorie nicht bekannt gemacht ward, begriff man weder die„Grundsätze noch den Umfang seiner Angriffsweise; daher auch eben so wenig die Grundsätze,der Veränderungen, welche er in der Jertheidigungsart machte,"

8. Wäre'