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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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145
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8- Ware aticli seine Theorie rsirht bekannt, würde man doch leicht seine Angr’fFjarthaben begreifen können, weil ihre Ausübung stets den verschiedenen Armeen vor Augenlag, die unter ihm und seinen Nachfolgern Festungen belagerten. Die Anordnung seinerBatterien, die Ausdehnung seiner Parallelen sind durch die vielen wirklichen Belagerungenbekannt geworden, von denen man genaue Zeichnungen hat. Aus ihnen gehen auch dieGründe hervor, auf denen sie beruhen. i

9. Bei der Verthekligung hat jedoch keine Abänderung statt gefunden, deren Wir-kungen beraerklich gewesen wären, die einen langem Widerstand erzeugt hätten; man istdaher auch nicht darauf gefallen, ihre Gründe nachzuspüren. Sie nmfsten schlecht seyn,wenn die auf ihnen beruhenden Veränderungen die Festnngen nicht besser machten: esist aber ausgemacht, dafs sie auf derselben Stufe von Schwäche stehen blieben.

IX. „Wenn andere durch eine veränderte Zusammensetzung der Linien neue Befestigungs-Karten schufen, dachten sie nicht daran, dafs seifte Verbesserung der Vertheidigung eine un-„mittelbare Folge seiner AngrifFsweise war."

10. Die Verbesserung der Vertheidigung — wenn sie anders statt fand — war sowenig eine unmittelbare Folge der AngrifFsweise, dsFs sie die Eroberung der Fe-stung auch nicht um Einen Augenblick verzögern konnte. Hätte sie die Schnellig-keit des AngiifFes gehemmt, wäre sie durch die That als eine Folge des letztem erwie-sen worden.

X. „Vauban machte nichts von seiner Kunst bekannt: er hinterliefs aber Denkschriften.„Das Ingenieur-Corps glaubte die Klugheit des grofsen Mannes nachahmen, und weder seine„schätzbaren Beobachtungen noch die daraus her/liefsende Theorie bekannt machen zu müssen."

11. Hätte auch Vauban nichts bekannt gemacht, wie es hier heifst, da man dochseine Abhandlungen über den Angriff und die Vertheidigung der Festungen hat:— würdedennoch seine Befestigungsweise bekannt seyn, weil sie die von ihm neu gebaueten oderwieder hergestellten Festungen den Augen der Welt flarlcgen. Sie sind alle in Kupfer ge-stochen, und ihre Umrisse werden in den Schulen gezeigt. Sobald sich irgend eine Befe-stigungsart über die Erde erhebt, hört sie auf ein Geheimnifs zu seyn. Wenn daher Va u-bans Nachfolger, um ihm nachzuahmen, sich einer gleichen Zurückhaltung, eines ähnli-chen Schweigens über die Kunst rühmen, so entspringt dis eine wie das andere fclofs da-her, weil sie nichts zu sagen wissen als was schon jedermann weifs. Denn wenn esPflicht ist nicht zu reden, ist es nicht minder Schuldigkeit das auszuüben, was einegründlich bearbeitete Wissenschaft für die Vertheidigung darbietet. ^as Geheimnifswird dadurch nutzlos, und man würde strafbar seyn, wenn man es bewahrt ohne Ge-brauch davon zu machen.

Yierter Band. T