die parallel der Richtungslinie. Man hatte die Absicht, einengteii Mörser der Art in Lüttich zu giessen, dem man eine ko-nische Kammer und grössere Metallstiirke geben wollte. Manhoffte, er werde dann lo Kilogr. Ladung sicher aushalten.
Preussen.
In Preussen wurden besonders an zwei Orten Geschützegegossen, nämlich zu Gleiwitz in Schlesien, und zu Sayn amRhein. Früher goss man auch zu Malapane in Oberschlesien,und in einzelnen Fällen in Berlin. Alle diese Giessereien sindKöniglich, stehen aber unter der Bergbehörde, nicht unter derArtillerie, die auf den Guss keinen Einfluss übt, sondern blosdie fertigen Geschütze revidirt und probirt. — Von den Pri-vatgiessereien des Landes goss auch zuweilen die zu Lauch-hammer im Herzogthum Sachsen für den Staat. Jetzt wirddes geringeren Preises wegen meist nur in Schweden ge-gossen.
Bisher ist nur Holzkohleneisen, das auf den eignen Höh-eren der Hütten erblasen wird, zum Geschützguss angewandtworden. Das Giessen aus dem Hohofen hatte man auf denKöniglichen Hütten ganz aufgegeben. Zu Lauchhammer gossman aber noch aus dem Hohofen und Flammofen, früher Ku-poloofen zugleich. In Sayn ist bis vor wenigen Jahren nochtheils aus dem Hohofen allein, theils aus diesem und demFlammofen gegossen worden. Im Allgemeinen haben sich dieaus dem Flammofen allein gegossenen Geschütze haltbarergezeigt.
Vor dem Ausbruche des Krieges 1812 wurden theils inBerlin, theils in Gleiwitz mehrfach Probegeschütze gegossen,die sehr gute Resultate gaben, da sie alle von kleinerem Ka-liber waren. Mehrere 12Pfünder, 30 Ctr. schwer, hielten 6Probeschüsse aus, wovon die 2 ersten 6 Pfd. Ladung und 1Kugel, die 2 folgenden 7 Pfd. und 1 Kugel, die beiden letzten5 Pfd. und 2 Kugeln stark waren.
Mehrere öPfünder zu 14>/ 2 Ctr. hielten 6 Probeschüsse,2 zu 2 1 / i Ladung und 1 Kugel, 2 zu 3 l / % Pfd. und 1 Kugelund die 2 letzten zu 2% Pfd. und 2 Kugeln. Doch sprangeins dieser Geschütze später bei Wiederholung desselben Ver-suchs beim 5ten Probeschuss. — Ebenso sprangen mehrere
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