53
Um die Haltbarkeit auf die Dauer zu probiren, wurden 2 —12pfdige Geschütze, eins zu 24 Ctr., das andere zu 27 Cfr., miteiner grossen Zahl von Schüssen belegt. Man that 3000 Schussaus jedem (ohne die Probeschüsse) mit kugelschwerer La-dung und 1 Kugel. Die Geschütze hielten, und blieben unbe-schädigt, obwohl die Temperatur in der Seele beim Schiessenoft bis 70° Reaumur stieg. Das leichtere Geschütz zeigte sichdabei immer um Vio höher erhitzt. Man transportirte sie nachBerlin, und als man nach 3 Jahren noch einige Schüsse dar-aus thun wollte, sprangen heide beim 3ten und 5ten Schuss. —Mehrere ähnliche Geschütze von derselben Art wurden späternoch beschossen; sie hielten mit % kugelschwerer Ladung einelange Reihe von Schüssen aus.
Man stellte in Preussen auch, um die Haltbarkeit der Ge-schütze bei niedriger Temperatur beurtheilen zu können, vieleVersuche im Winter an, ohne dass jemals Geschütze dabei ge-sprungen wären, obwohl man auch bei einer Temperatur von— 22° schoss. Es wurden einmal mehr als 20 alte Geschü-tze von allen Kalibern an verschiedenen Orten mit 20 Schussin 4 Tagen bei Temperaturen von 10° bis— 22° R. probirt, undalle hielten.
Die in Preussen bis in die neueste Zeit fortgesetzten Ver-suche mit eisernem Geschütz werden binnen Kurzem ausführlichbekannt gemacht werden. Ich erlaube mir daher hier in Be-treff der Spezialien auf jene Zusammenstellung zu verweisen.
Würtemberg.
Man machte in den Jahren 1822 bis 1824 Versuche mitaus dem Flammofen gegossenen 3 und 6 Pfdrn. und verglichsief mit bronzenem Geschütz von gleichen Dimensionen. Die fürda|i Eisen günstigen Resultate haben wir, der bessern Ueber-siciit wegen in folgenden Tabellen zusammeugestellt: 1) dasResultat, das mit 3 Pfdrn. erlangt ward. '
i