Schwefe], nicht das von 6 Ass (6:1:1) genommen; auch durftees nicht mit Essig oder Branntwein bereitet sein, weil sonst,wie man glaubte, die Geschütze sprangen. Dampf- und Was-serprobe war auch schon bekannt und diente besonders dazu,die Dichtigkeit der Stelle, wo das Kranzeisen sass, zu erken-nen. Es sprangen sehr viele Geschütze bei der Probe, na-mentlich beim dritten Schuss, der meist der stärkste war. ZuEnde des 17ten Jahrhunderts hatten die französischen Giesse-reien 28 Prozent Ausschuss durch Springen, Gruben und an-dere Fehler. Zu Anfänge des 18ten Jahrhunderts bestand dieProbe in einem Schuss mit kugelschwerer, und zwei mit %kugelschwerer Ladung, oder auch wohl aus einem mit kugel-schwerer, dem 2ten mit %, dem 3ten mit % kugelschwererLadung. Als man das Massivgiessen in Frankreich einführte, jverminderte man die Ladung des ersten Schusses auf %, die ;
der zwei andern auf l / % Kugelschwere. Durch die Instruktion |
von 1744 wurden 2 Schuss ä % und 3 Schuss a % festge-setzt ; man fing an um diese Zeit die starken Ladungen als demGeschütze schädlich zu tadeln, und Dulacq wollte z. B., mau ,
solle zur Probe nur 40 Schuss mit der Feldladung rasch hin- '
ter einander thun. In England probirte man das Bronzegeschützum das Jahr 1770 mit % kugelschwerer Ladung und wandtedann die Wasserprobe an. In Frankreich wurde sie in diesemJahre folgendermaassen festgestellt:
Festungskanonen 2 Schuss zu % 2 zu % kugelschw. Ladung.
Fe!dkan.l2Pfdr. 2 - - i/ 3 2 -
Feldkan. 8Pfdr. 2 - - «/ 16 2 - ™/ z%
Feldkan. 4Pfdr. 2 - - % 2 - %
und einem stark angesetzten Heuvorschlag,die Mörser 4 Schuss mit kammerv. Lad. 2 zu 30°, 2 zu 60°die Haubitzen 5 - mit kammervoller Ladung.
Eine ähnliche Probe wurde in Holland eingeführt; da manaber fand, dass der Heuvorschlag Kugellager veranlasste, soschaffte man diese ab. — In Spanien geschahen mit den Ka-nonen 2 Schuss ä %, 3 Schuss zu Va kugelschwerer Ladung,mit den Mörsern 5 mit kammervoller Ladung und 45° Ele-vation (Instrukt. von 1778). Von 1805 ab wurden die fran-zösischen Bronzegeschütze im 45° probirt. Von 1813 bis1815 wurden in den französischen Giessereien 185 Geschütze, iwegen bei der Probe erhaltener Ausdehnungen, verworfen.