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Erfahrungen über Fabrikation und Haltbarkeit des eisernen und bronzenen Geschützes / gesammelt von Dr. Moritz Meyer
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Schüssen waren sie eben so ausgedehnt, man ersetzte sie aber-mals, es geschah wieder dasselbe. In 3 bis 4 Revuen wur-den auf diese Weise 3 neue Strassburger 12Pfünder und 128Pfünder zerstört, meistens durch wenige Schüsse, z. B. 28Pfünder nach 7 Schuss, einer gar nach 3. Von den ^Pfän-dern hielt einer 24 Schuss; 8 8Pfünder, die in Douay ge-gossen waren, hatten sich nach 6 Schuss um 22 Punkte aus-gedehnt. Von 4 französischen 24Pfündern wurde einer ver-dorben durch 886, einer durch 885 Schuss mit t/ 4 kugelschwe-rer Ladung. Vor Antwerpen sprang ein Bronze-24Pfünder mitgrosser Gewalt, mehrere'rissen bei 13 Pfd. Ladung auf, nach80 Schuss bei kleineren Ladungen waren mehrere durch Risseund Ausbauchungen am Kopfe so verdorben, dass sie nur nochzum Brescheschiessen zu brauchen waren. 4 24Pfünderwaren nach Beendigung der Belagerung ganz unbrauchbar.

In Dänemark sollen wiederholt öpfündige Bronzegeschützetheils gesprungen, theiis aufgerissen sein, einige am Kopf, nach-dem die Kugel dort wiederholt angeschlagen. In einer deut-schen Artillerie sprangen 1828 in strenger Kiilte 3 Bronze-12Pfünder durch Signalschüsse. Dreipfünder, die 8,7 bis6,8 Zinn enthielten, rissen bei der Probe mit l */ 4 Pfd. Pulverim Bodenstück auf,

e) Legirung von Kupfer und Bronze und Eisen.

Schon (1780, 81) stellte Bregeot in Frankreich Versu-che an, das Bronze mit Eisen zu verbinden, die in so fern miss-langen, als das Geschütz kein Eisen, sondern nur Kupfer undZink enthielt. 1787 hatte Hcinsius in Sachsen ziemlich glück-licke Resultate bei einer Legirung von Kupfer, Eisen und An-timon oder Zink erhalten. Acliard in Berlin hatte Legirungenvon Kupfer und Eisen und andern Metallen im Kleinen unter-sucht, doch ist im Ganzen von seinen Arbeiten wenig für dieAusführung im Grossen zu gebrauchen. Mau ersieht aber dochwenigstens daraus, dass, wenn man viel Eisen mit Kupfer ver-binden will, Antimon und Arsenik die besten Mittler sind, undzwar besonders das letztere. Von den von ihm untersuchtenLegirungen hat die von 88 Kupfer, 8,8 Eisen und 3,2 Arsenikam meisten Kohäsion, und die beiden von 95,2 Kupfer, 2,4Eisen, 2,4 Antimon, und die von 83,3 Kupfer, 8,3 Zinn, 66