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nach 8 Stunden Feuerung 41°
8*/ 3 — _ 43,20°
10 — — 43,90°
10 - 26 Min. — 47,60°
10 - 35 — — 49,30°.
Er berechnete daraus die beim richtigen Gusse im Metall vor-handne Temperatur auf 1970° Celsius.
Was die Formmasse betrifft, so zeigten wir oben, dass eserforderlich sei, eine möglichst allmählich fortschreitende, alsolangsame Erkaltung zu erhalten; es ist also nöthig, dass dieForm schlecht wärmeleitend sei. Im Allgemeinen entspricht da-her die Lehmform besser dem Bronzeguss, als die Sandform,bei welcher letzteren bei Versuchen in Schlesien das Metallsogar, statt sich zu senken, oben herausstieg. Auch Dmsaus-soy fand bei einigen Versuchen, dass Bronze in der Sandformbeim Erkalten aufsteigt, während es im Lehm fällt, und zwarsteht diess Steigen nach seinen Erfahrungen im umgekehrtemVerhäitniss mit dem Grade der Trockenheit, den man der Sand-form gegeben. Er misst diess Steigen dem Wasserdampf undandern Gasen bei, die aus der sehr festen Sandform nicht ent-weichen können, daher im Metalle aufsteigen, aber wegen des-sen schneller Abkühlung bald stecken bleiben und Löcher undUndichten bilden; man bemerkt bald nach dem Gusse sehr deut-lich das Aufkochen. Bussaussoy verwirft daher den Sandfor-menguss ganz und will ihn nur für harte metallene Walzenangewendet wissen, die aus zinnreicheren, also dünnflüssigerenLegirungen gegossen werden, wobei er empfiehlt, die dem Mo-dell zunächst gelegene Sandschicht festzustampfen, die entfern-teren dagegen locker zu lassen und die Giesskasten vielfach zudurchlöchern.
Doch auch selbst dann noch soll die Sandform keinen rechtheissen Guss vertragen, zumal da das Bronze die Form mehrangreift, als Eisen. Die Anwendung von Charmotten-Masse stattdes Sandes begegnet aber diesem Uebel ganz, und man hatden Vortheil, eine Form durch 6 Mann in 5 Stunden fertigmachen zu lassen und ein so sauberes Gussstück zu erhalten,dass man kaum des Abdrehens bedarf.
Doch bleibt auch bei der Charmotten-Masse die Abküh-lung immer bei weitem rascher, als bei Lehmformen,