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Die Organisation und die Leistungen der Feldartillerie : eine Zeitfrage für alle Heere / von einem süddeutschen Artillerie-Offiziere
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Vorwort

^Ls gibt ausgezeichnete Werke über die Organisation undTaktik der Feldartillerie; sie passen aber nicht mehr für die gegen-wärtigen Fortschritte dieser Waffe. Solche Fortschritte konntennicht ohne gewaltigen Einfluß auf die Organisation und Taktikbleiben. Sie haben der Artillerie den Rang einer selbstständigenHauptwaffe verschafft; und die Zeit fordert jetzt auch un-ausweichbar ihre Vermehrung und ihre höchste tak-tische Ausbildung in Massen. Dennoch scheint mannoch nicht allenthalben zur Anerkennung dieser Wahrheit gekom-men zu sein. Dieses beweist die geringe Werthschätzung, welcheman dieser Waffe die nach Napoleon's Ansicht es ist, welcheallein den Armeen ihre Stärke und Kraft verleiht noch im-mer dadurch fühlen läßt, daß sie nicht in dem Grade gehegt undgepflegt wird, wie es bei den anderen Hauptwaffen der Fall ist.

Daß diese Waffe die gleiche Beachtung genieße, ist nichtallein die höchste Billigkeit, sondern die höchste Pflicht der Staa-ten; denn ihre Mitwirkung ist es vorzüglich, welche die Existenzder Letzteren gegen innere und äußere Feinde sichert. Ihre anden Tag gelegten großartigen Leistungen bürgen dafür und be-gründen die oben ausgesprochene Forderung derZeit, welche kein Staat mehr zu umgehen vermag, Das Stu-dium der Kriegsgeschichte führt zu dieser Einsicht. Der Verfasserhat darum für die Abfassung der gegenwärtigen Schrift auch die-sen Weg gewählt, welchen Erzherzog Karl, Clqusewitz,Canitz, Willisen als den richtigsten bezeichnen, wodurch ereinerseits in Grundrissen eine Abhandlung über die Organisa-tion der Feldartillerie, begründet durch ihre ge-genwärtigen Leistungen liefern wollte. Durch die Schei-