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Die Organisation und die Leistungen der Feldartillerie : eine Zeitfrage für alle Heere / von einem süddeutschen Artillerie-Offiziere
Entstehung
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IV
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düng des Ganze» in zwei Theile will er andererseits in einer ge-sonderten Abtheilung die Absicht einer Belehrung über die An-wendung der Feldartillerie aus historische» Beispielen und darausabgeleiteten Grundsätzen zugleich mitverbinden, i» welcher Hin-sicht die Schrift eben so gut den Titel:Bildung und An-wendung der Feldartillerie" führen könnte.

Der Leser wird in dieser Schrift Manches finden, was ihmschon bekannt ist, da der Verfasser die besten Schriften über denGegenstand benützte und auch schon über das Eine oder Andereeinzelne Artikel in Zeitschriften geliefert hat. Die angeführtenBeispiele sind mit besonderer Auswahl und absichtlich möglichstaus der neuesten Kriegsgeschichte entnommen, um die Forde-rungen der Gegenwart noch mehr durch die jüng-sten Leistungen zu begründen.

Der Verfasser hat das Gewagte seines Unternehmens nichtübersehen; denn Decker sagt noch im Jahre 1842:Was dieOrganisation der Artillerie betrifft, so gehört sie in allen Armeenzu den verwickeltsten, was theils in der Eigenthümlichkeit derWaffe selbst liegt, theils darin, daß die Wenigsten sie ganz be-greifen. Es gibt keine Waffe, der es schwerer gemacht wird, ausdem Frieden in den Krieg überzugehen, als die Artillerie, unddie Vereinfachung ihrer Organisation gehört überall noch zu denunaufgelösten Ausgaben, worüber ein ganzes Buch sich schreibenließe."

Seitdem liegen freilich erst 10 Jahre hinter uns; allein sokurz diese Zeit auch ist, so kann sie doch die erfindungS- und er-fahrungsreichste für die Artillerie genannt werden; und es muß-ten sich die damaligen Ansichten so gewaltig ändern, daß ein jetzi-ges Stehenbleiben bei denselben, Jeden mehr denn um 50 Jahrezurückwerfen würde.

Diese günstige Wendung der Dinge und die Liebe zu seinerWaffe haben den Verfasser zu dieser Arbeit ermuthigt und ihmdieselbe erleichtert.

Der Verfasser.