I. Verhältniß der materiellen Masse der Feld-artillerie zu jener der übrigenWaffengattungen.
Äls die erste Frage bei der Organisation der Feldartille-rie einer Armee steht als obenan:
„In welcher materiellen Masse, d. h. inwelchem nummerischen Verhältnisse zu denbeiden anderen Hauptwasfengattungen wirddie Feldartillcrie in Verbindung mit den-selben als genügend kräftig mitwirkend er-scheinen können?" — „Welche Bestimmun-gen gelten hierin als Maßstab?" —
Diese Frage suchte man von jeher durch die Annahmeeines nummerischen Verhältnisses der Geschützzahl, und zwarfast noch bis auf die neuere Zeit in demjenigen von zweiGeschützen auf je 1000 Mann der übrigen Waffen zu lösen.Die Riesenfortschritte in der Mechanik und Technik haben in-dessen in der neuesten Zeit auch in der Artillerie einen gewal-tigen Schritt vorwärts veranlaßt; das vervollkommte Artillerie-Material verschafft der Waffe mehr Beweglichkeit, die verbes-serten Geschützrohre, die neuerfundenen Geschosse und Zündun-gen gewähren ihr eine mehr gesicherte und erweiterte Wirkung;und sie hat sich durch ihre eigene Intelligenz bereits dasjenigeerrungen, was der General Okvunef in seinem Schreibenan den Kaiser von Rußland voraussagte, indem er sich äu-ßerte: „Ich bin überzeugt, daß der Tag nicht mehr