fern ist, an welchem die Kunst der Schlachten aufdie Wirkungen der Artillerie basirt, und diesevon einer Nebenwaffe, die sie früher war, voll-ständig in den Rang einer Hauptmasse eintretenwird."
Zum Heile der beiden übrigen Waffen ist dieses Ziel nunwirklich erreicht, und bereits in mehreren Staaten diese gei-stige Errungenschaft auch materiell für die Artillerie gel-tend gemacht worden.
In Frankreich beträgt das nummerische Verhältnißder Feldartillerie schon seit längerer Zeit ein solches, daß3 Geschütze auf 1000 Mann der übrigen Waffen treffen.
In einigen Staaten ist man hierin sogar noch weiter-gegangen :
Sardinien besitzt einen Essektivstand von 51,000Mann Infanterie und 0,800 Mann Kavalerie, zusammen57,800 Mann, und dazu eine Feldartillerie mit 236 Ge-schützen; es ergibt sich sonach jenes nummerische Verhältnißzu 4 Geschützen aus je 1000 Mann der zwei übrigenWaffen.
Ein Gleiches ist in Schweden der Fall, wo der Effek-tivstand der Infanterie und Kavalerie 30,909 Mann (25,945Mann Infanterie und 4964 Mann Kavalerie) bei 128 Feld-geschützen beträgt.
Ueber die russische Artillerie ist leider die Literaturso arm, daß selbst das Werk des polnischen Artillerie-Haupt-manns Kosinski (nach einer schon im Jahre 1820 erschiene-nen Uebersetzung) nichts über den Stand der russischen Ar-tillerie angibt. Es ist indessen aus der großen Aufmerksam-keit, welche der Kaiser stets dieser Waffe gewidmet hat, undaus dem Stande derselben in den letzten Feldzügen mit Ver-lässigkeit zu entnehmen, daß sich das betreffende Verhältnißder russischen Feldartillerie zn 4 Geschützen auf 1000 Mannentziffert. Die Angaben Damitz's über die Stärke der rus-sischen Armee im Feldznge von 1815 bestätigen diese Annahmeauch vollkommen, indem jene Armee aus 124,800 Mann In-