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Die Organisation und die Leistungen der Feldartillerie : eine Zeitfrage für alle Heere / von einem süddeutschen Artillerie-Offiziere
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in einer Armee, dasjenige der Artillerie selbst zu 4 Geschü-tzen anf 1000 Mann festgesetzt.

Durch die letzten Kriegsereignisse zur Anerkennung diesesGrundsatzes gezwungen, hat auch Oesterreich dadurch dem-selben in der That gehuldigt, indem es die Stärke der Feld-artillerie eines Armeekorps von 4 Brigaden oder 2 Divisionenaus 8 Batterien festsetzte, wovon 4 Sechspfünder-Batterienin der Schlachtlinie vertheilt sind, und die übrigen 4 Batte-rien (1 Sechspsünder-Kavalerie-Batterie, 2 Zwölfpsünder-Batterien und 1 Raketen-Batterie) als Geschützreserve in derHand des Korps-Kommandanten zur Erreichung besondererZwecke bleiben. Außerdem besteht noch eine Geschütz-Haupt-reserve zur alleinigen Verfügung des Armee-Kommandanten.Hiernach würde auch in Oesterreich nach seiner gegenwärtigenArmee-Eintheilung das nummerische Verhältniß seiner Feld-artillerie schon auf die Höhe von 3 bis 4 Geschü-tzen aus 1000 Mann anwachsen. Nach den neuesten Nach-richten aus Wien in derAllgemeinen Militärzcitung vom12. Aug. 1852, Nr. 97." erfährt man indessen weiter, daß,nachdem die Feldbatterien seit den letzten Feldzügen schon von6 auf 8 Geschütze vergrößert worden sind, so, daß die 120Batterien Feldartillerie 960 Kanonen und Haubitzen zählen,nun auch eine Vermehrung an der Zahl der Batte-rien selbst, und zwar um 40 stattfinden werde, wodurch dieFeldartillerie künftig aus 1280 Geschützen bestehen wird, wasein Zahlenverhältniß von über 4 Geschützen pro inillsentziffert. Dieser Artikel ist mit folgender Bemerkungbegleitet:Die Artilleriewaffe hat in den jüngsten Feldzügeneine so hervorragende Wirksamkeit gehabt, daß es nicht mehrals billig ist, ihrer Vervollkommnung und Stärke die größteAufmerksamkeit zu widmen. Namentlich war es in Ungarnder Fall, daß der hartnäckige Widerstand des Feindes, nebender leichten Kavalerie, hauptsächlich durch die imensen Massender Kanonen ermöglicht worden ist."

Aus diesem Grunde hat sich Oesterreich selbst schon wäh-rend des Feldzugcs zu einem erfolgreicheren Beginnen der